14.12.2012 10:21:34

MÄRKTE EUROPA/Börsen erholen sich mit China-Daten

   Von MANUEL PRIEGO-THIMMEL

   FRANKFURT--Nach dem Rücksetzer am Vortag erholen sich Europas Börsen am Freitag im frühen Geschäft etwas. Die Wirtschaft in China nimmt weiter an Fahrt auf, eine für die Märkte positive Entwicklung. Belastend wirken dagegen die Nachrichten aus Washington. Dort feilen die Politiker weiter an einem Kompromiss im Haushaltsstreit. Der Dax steigt 0,3 Prozent auf 7.604 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 legt 2 Punkte auf 2.629 Stellen zu.

   In China zeigt der vorläufige Einkaufsmanagerindex der HSBC eine weitere Verbesserung der Stimmung an und ist mit einem Wert von 50,9 auf den höchsten Stand seit 14 Monaten gestiegen. "Der Index bestätigt bei anziehender Dynamik eine anhaltende Wachstumserholung, die vor allem durch den heimischen Konsum getragen wird", sagt Qu Hongbin, Chefvolkswirt für China bei der HSBC. Wermutstropfen ist der deutliche Rückgang des Auftragseingänge aus dem Ausland.

   Weiter ergebnislos verlaufen die Verhandlungen um die drohende Fiskalklippe in den USA. Gestern trafen sich im Weißen Haus US-Präsident Barack Obama, der republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, John Boehner, und US-Finanzminister Timothy Geithner zu einem Spitzentreffen. Von Republikanern wie von Demokraten hieß es anschließend, die Gespräche seien "offen" verlaufen - zuvor hatten sich beide Seiten erneut heftig öffentlich kritisiert.

   Der Euro zieht am Morgen gegen den Dollar an und ist im Tageshoch bis auf 1,3110 gestiegen. Nach nur durchwachsenen Einkaufsmanagerindizes aus Frankreich und Deutschland fällt die Einheitswährung aber wieder auf 1,3080 zurück. Grundsätzlich sehen Beobachter aber weiteres Aufwärtspotenzial für die Einheitswährung nach der Ankündigung einer neuen Runde geldpolitischer Lockerung in den USA. Die damit verbundene Ausweitung der Geldmenge durch die US-Notenbank hat eine Verwässerung des Dollar zur Folge.

   Deutsche-Bank-Aktie wird weiter verkauft

   Die Aktie der Deutschen Bank steht weiter unter Druck und verliert 2,6 Prozent. Dem Geldinstitut droht neues Ungemach. Am Vormittag wird das Urteil des Oberlandesgerichts München im Rechtstreit mit den Erben des Medienunternehmens Leo Kirch erwartet. Der Vorsitzende Richter Guido Kotschy bezifferte den möglichen Schaden auf zwischen 120 Millionen und 1,5 Milliarden Euro. Ein im März diesen Jahres angestrebter Vergleich sah eine Zahlung von 800 Millionen Euro vor.

   In Paris geht es für das Alcatel-Papier um 9,3 Prozent nach oben. Der Netzwerkhersteller hat sich eine dringend benötigte Kreditlinie über 1,6 Milliarden Euro gesichert. Die Anleger sehen nun die Chance auf einen Turnaround. Die Aktie hat seit Jahresbeginn knapp 30 Prozent an Wert verloren.

   Unter Druck geraten dagegen die Aktien des italienischen Automobilherstellers Fiat. Hier belastet ein Zeutungsbericht, wonach das Unternehmen Gespräche mit Banken über einen mögliche Kapitalerhöhung führt. Die Aktie wurde zuletzt mit einem Abschlag von 5,1 Prozent gehandelt.

=== DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 17.55 Uhr EUR/USD 1,3085 +0,1% 1,3076 1,3077 EUR/JPY 109,6078 +0,3% 109,3224 109,2602 EUR/CHF 1,2078 +0,0% 1,2078 1,2085 USD/JPY 83,7720 +0,2% 83,6210 83,5500 GBP/USD 1,6119 +0,1% 1,6111 1,6128 === Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@dowjones.com

   DJG/mpt/raz

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   December 14, 2012 03:51 ET (08:51 GMT)

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