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Gewinn gestiegen 06.02.2020 12:00:00

Fortum legt nach Uniper-Zukauf kräftig zu - Gespräche zum Uniper-Deal in Moskau verzögert

Fortum legt nach Uniper-Zukauf kräftig zu - Gespräche zum Uniper-Deal in Moskau verzögert

Während die Umsätze nur leicht von 1,599 auf 1,553 Milliarden Euro sanken, stieg das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 17 Prozent auf 552 Millionen.

Vor Steuern blieb ein Gewinn von 454 Millionen Euro, nach 261 Millionen im vierten Quartal 2018. Das Ergebnis pro Aktie stieg von 0,22 Euro auf 0,40 Euro. Davon seien 0,11 Euro auf Uniper zurückzuführen, teilte das Unternehmen in Helsinki mit.

Fortum hatte am 8. Oktober seinen Anteil an der deutschen Tochter um 20,5 Prozent erhöht und ist nun mit 70,5 Prozent Haupteigner. Es habe insgesamt rund 6,2 Milliarden Euro in den Konzern, der aus einer Abspaltung der Sparten Wasser, Gas und Kohle von E.ON entstanden war, investiert.

Auch bezogen aufs Gesamtjahr verzeichnete Fortum ein deutliches Plus. Das bereinigte EBITDA stieg um 16 Prozent auf 1,766 Milliarden Euro, der Vorsteuergewinn von 1,04 auf 1,728 Milliarden Euro.

Die jüngste Verfassungsreform in Russland hat auch Folgen für die weitere Übernahme des Düsseldorfer Energiekonzerns Uniper durch den finnischen Versorger Fortum. Das Staatsunternehmen in Helsinki befinde sich gerade in Gesprächen mit Moskau über die konkreten Bedingungen des Anteilszukaufs, sagte Fortum-Chef Pekka Lundmark anlässlich der Vorstellung seiner Jahresbilanz. "Leider kam die russische Regierungsumbildung genau mitten in diese Diskussion und das hat jetzt zu einer gewissen Verzögerung geführt."

Die Vorgänge hätten jedoch die Einschätzung des Konzerns nicht verändert, wonach die Transaktion noch im ersten Quartal 2020 abgeschlossen werden könne, ergänzte Lundmark. Die russische Antimonopolbehörde FAS hatte bereits im November grünes Licht für den Deal gegeben, wonach Fortum weitere 20,5 Prozent an Uniper erhält. Fortum will Uniper künftig konsolidiert als separate Firma in den Bilanzen ausweisen.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte Mitte Januar eine umfassende Verfassungsreform und Kabinettsumbildung durchgesetzt. Die Regierung von Dmitri Medwedew war daraufhin überraschend zurückgetreten, der Chef der russischen Steuerbehörde Michail Mischustin wurde anschließend von der Duma zum neuen Ministerpräsidenten gewählt.

DJG/pso/mgo

BERLIN (Dow Jones)

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