17.02.2015 10:32:32
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Eurogruppe drängt Griechenland zu Annahme von Hilfsprogramm
Von Laurence Norman und Gabriele Steinhauser
BRÜSSEL--Die Finanzminister der Eurozone zeigen sich bereit, in den nächsten Tagen die Diskussionen mit der griechischen Regierung fortzusetzen. Zugleich drängte der Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, die Politiker in Griechenland dazu, eine Verlängerung des Hilfsprogramms zu beantragen. "Ich hoffe, sie beantragen eine Verlängerung des Programms, und wenn es einmal beantragt ist, können wir innerhalb des Programms flexibel sein", sagte Dijsselbloem.
"Es liegt wirklich an ihnen, aber wir stehen bereit, mit ihnen zusammenzuarbeiten, auch in den nächsten Tagen", sagte Dijsselbloem, der auch niederländischer Finanzminister ist, auf seinem Weg zum Treffen der EU-Finanzminister.
Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis erklärte, es gebe noch genügend Zeit für alle Seiten, um ein "sehr gutes Ergebnis" zu erreichen. "Wir in Europa wissen, wie man auf eine Weise verhandelt, um eine sehr gute Lösung, eine sehr ehrenwerte Lösung herbeizuführen."
Die Gespräche der 18 Euro-Finanzminister über ein neues finanzielles Arrangement sind am Montag abrupt zu Ende gegangen, was den tiefen Graben zwischen Griechenland und seinen Geberländern aufzeigte. Für eine Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott bleibt nun immer weniger Zeit. Die Gespräche kollabierten nur wenige Stunden nach dem Beginn.
Die Eurogruppe gab dem hoch verschuldeten Griechenland bis zum Ende der Woche Zeit, um eine Verlängerung seines Hilfsprogramms über 240 Milliarden Euro zu beantragen. Andernfalls würde Griechenland in weniger als zwei Wochen ohne finanzielle Hilfen dastehen, was ein Ausscheiden aus der Eurozone zur Folge haben dürfte.
Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras und Varoufakis lehnen die Auflagen des Hilfsprogramms der Eurozone und des Internationalen Währungsfonds ab. Sie argumentieren, dass Griechenland mit dem Programm in eine "humanitäre Notlage" gestürzt sei.
Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling rief das pleitebedrohte Land zum Einlenken auf. Die Finanzminister hätten Zeit bis zum 28. Februar, einen Weg aus der Sackgasse zu finden. Griechenland habe aber keine aktuellen Zahlen vorgelegt. "Wir kennen nicht den Kapitalabfluss, die Höhe der Steuereinnahmen", sagte Schelling. "Deshalb ist es für uns sehr schwer zu beurteilen, wie die tatsächliche finanzielle Lage ist."
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February 17, 2015 04:24 ET (09:24 GMT)
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