14.11.2012 09:58:47

Börse Frankfurt am Morgen: Leichte Verluste, Infineon gesucht

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte notieren im frühen Mittwochhandel knapp in der Verlustzone. Im Blickfeld der Investoren stehen dabei auch heute diverse Quartalsausweise. Der DAX verschlechtert sich aktuell um 0,15 Prozent auf 7.158,71 Punkte, während der MDAX um 0,03 Prozent auf 11.293,49 Stellen nachgibt. Für den SDAX geht es derweil um 0,09 Prozent auf 4.968,67 Zähler nach unten. Der TecDAX notiert mit 0,05 Prozent im Minus bei 804,92 Punkten. Der Bund-Future verschlechtert sich um 0,06 Prozent auf 143,05 Punkte, während sich der Euro um 0,19 Prozent auf 1,2734 US-Dollar verteuert.

Nach anfänglichen Abschlägen und einer zwischenzeitlichen Erholung drehten die US-Leitindizes nach Veröffentlichung des US-Haushaltsdefizits am Dienstag doch wieder ins Minus. So schloss der Dow Jones mit einem Abschlag von 0,46 Prozent bei 12.756,18 Zählern, während der NASDAQ Composite um 0,70 Prozent leichter notierte bei 2.883,89 Stellen. Der S&P 500 beendete den Handel bei 1.374,53 Punkten (-0,40 Prozent).

Infineon (Infineon Technologies) gewinnen auf Platz eins der Gewinnerliste im Dax 3,8 Prozent an Wert. Der Technologiekonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verbucht. Weltwirtschaftliche Unsicherheiten infolge hoher Staatsschulden in Europa führten im Verlauf des Geschäftsjahrs 2012 zu wachsender Kundenzurückhaltung. Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet Infineon bei einem unterstellten Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar von 1,25 einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz. Ferner rechnet man für 2013 unter Einbezug aller bereits beschlossenen Kostensenkungsmaßnahmen mit einer Segmentergebnis-Marge in Höhe eines mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatzes vom Umsatz. RWE rücken daneben um 1,3 Prozent vor. Der Energieversorger hat seinen Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres angesichts eines leichten Umsatzwachstums deutlich verbessert. Dabei profitierte RWE auch von operativen Verbesserungen, insbesondere im Handelsgeschäft. Die Ergebnisprognose für 2012 wurde leicht angehoben. Daneben geht es für E.ON nach dem gestrigen massiven Kurseinbruch heute im frühen Handel am Ende des DAX erneut um 2,6 Prozent nach unten.

BASF (BASF) steigen um 0,1 Prozent. Der Chemiekonzern hat mit dem russische Erdgaskonzern OAO Gazprom (Gazprom (Spons ADRs)) den Tausch von wertgleichen Unternehmensteilen vereinbart.

Auch aus dem MDAX wurden heute bereits wieder Quartalsbilanzen veröffentlicht. Bilfinger (Bilfinger SE) steigerte in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres seine Gesamtleistung leicht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Aktivitäten von Julius Berger International seit Beginn der zweiten Jahreshälfte nicht mehr konsolidiert werden. Hinzu kommt die planmäßige Rücknahme im Geschäftsfeld Construction. Besonders deutlich nahm die Leistung in den Segmenten Industrial und Power zu. Der Auftragseingang erhöhte sich ebenfalls durch Zuwächse in diesen Geschäftsfeldern. Beim Konzernergebnis musste man allerdings einen Rückgang ausweisen. Die Anteilsscheine des Baukonzerns verbessern sich um 3,3 Prozent. Schlechter lief es indes für den Stahl- und Technologiekonzern Salzgitter . Der Konzern war nach dem vielversprechenden Jahresbeginn im Verlauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2012 einem zunehmend schwierigeren Umfeld ausgesetzt. Der Außenumsatz konnte zwar erhöht werden. Beim Ergebnis rutschte man aber in die roten Zahlen. Das Unternehmen rechnet für das Gesamtjahr weiterhin mit einem mindestens stabilen Umsatz und erwarten nunmehr ein in etwa ausgeglichenes Vorsteuerergebnis. Die Aktie fällt um 0,6 Prozent.

Mit seinem Zahlenausweis überzeugen kann unterdessen der Bezahlfernsehsender Sky Deutschland . So hat man den Umsatz im dritten Quartal deutlich steigern können. Gleichzeitig konnte der Verlust deutlich reduziert werden. Neben den gestiegenen Kundenzahlen konnte man u. a. von einem Anstieg der durchschnittlichen Kundenerlöse (ARPU) profitieren. Im Anschluss wurde der Ausblick bestätigt. Der Titel rückt als Spitzenreiter im MDAX um 4,3 Prozent vor. Derweil meldet Celesio einen Beteiligungsverkauf. So veräußert man die irische Pharmagroßhandelstochter Cahill May Roberts Ltd. (inklusive Movianto Irland) an Uniphar, ein irisches Pharmagroßhandels- und Pharmalogistikunternehmen mit Sitz in Dublin. Der Kaufpreis beläuft sich auf 49,9 Mio. Euro. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der zuständigen Institutionen. Die Aktie fällt um 0,7 Prozent.

Im TecDax stehen die Anteilsscheine von SolarWorld mit einem Wertverlust von 3,4 Prozent als schwächster Wert im Blickfeld der Anleger. Der Solartechnikkonzern hat in den ersten neun Monaten 2012 einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang verzeichnet. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet man einen Umsatz deutlich unter Vorjahresniveau, und das operative Ergebnis wird deutlich negativ ausfallen. Indes weitet man die Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit aus. Daneben verschlechtern sich Wirecard um 0,5 Prozent. Der Bezahldienstleister hat im abgelaufenen Quartal Umsatz und Gewinn erhöht. Für das Geschäftsjahr 2012 konkretisiert der Vorstand seine bisherige EBITDA-Prognose von 103 bis 115 Mio. Euro auf 106 bis 113 Mio. Euro.

H&R (H&R) geben um 0,2 Prozent nach. Der Konzern erhöhte im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn. Der Umsatz sank indes leicht.

DAX: 7.158,71 (-0,15 Prozent) MDAX: 11.293,49 (-0,03 Prozent) SDAX: 4.968,67 (-0,09 Prozent) TecDAX: 804,92 (-0,05 Prozent) (14.11.2012/ac/n/m)

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Aktien in diesem Artikel

BASF 49,31 0,97% BASF
Bilfinger SE 56,60 1,25% Bilfinger SE
Infineon AG 36,50 -1,78% Infineon AG
RWE AG St. 30,65 1,26% RWE AG St.
Salzgitter 20,30 8,44% Salzgitter
Wirecard AG 0,02 4,55% Wirecard AG

Indizes in diesem Artikel

DAX 22 794,11 1,71%
TecDAX 3 849,21 0,26%
Dow Jones 43 433,12 -0,43%
NASDAQ Comp. 19 075,26 0,26%
MDAX 28 621,29 1,90%
SDAX 15 126,23 1,31%
S&P 500 5 956,06 0,01%
STOXX 50 4 775,44 0,78%
EURO STOXX 50 5 527,99 1,47%
Prime All Share 8 808,16 1,69%
General Standard Kursindex 6 193,82 -0,11%
HDAX 11 868,88 1,75%
CDAX 1 947,02 1,67%
DivDAX 207,34 1,42%
DAXglobal Russia 53,04 -1,04%
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