01.11.2013 17:15:32

Devisen: Euro sinkt unter 1,35 US-Dollar

Der Euro hat am Freitag seinen scharfen Abwärtskurs fortgesetzt. Am späten Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung mit 1,3480 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen. Allein seit Wochenmitte hat der Euro drei US-Cent an Wert verloren, nachdem er in den Wochen zuvor massiv zugelegt hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3505 (Donnerstag: 1,3641) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7405 (0,7331) Euro.

    "Der Euro gerät von zwei Seiten in die Zange", kommentierten die Ökonomen von der NordLB. Hauptverantwortlich ist abermals die Geldpolitik. So gewinnt der Dollar seit Tagen an Wert, weil ein Kurswechsel der amerikanischen Notenbank Fed noch in diesem Jahr doch wieder für möglich gehalten wird. Das zeigt, wie schnell der Wind drehen kann: Bis vor wenigen Tagen galt es als ausgemacht, dass die Federal Reserve ihre extrem lockere Geldpolitik erst im kommenden Jahr etwas zurückfährt.

    Zusätzlich geschwächt wird der Euro durch Spekulationen über eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik in Europa. Weil die Inflation infolge der schwachen Konjunktur immer stärker zurückgeht, warnen Bankvolkswirte zusehends vor Deflationsgefahren. Das könnte die EZB zu einer geldpolitischen Reaktion bewegen. Als möglich gelten eine abermalige Zinssenkung oder neue Langfristkredite für die Geldhäuser (LTRO). Dass die EZB bereits auf ihrer Ratssitzung in der kommenden Woche tätig wird, erwarten aber nur wenige Beobachter.

    Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84635 (0,85020) britische Pfund (EUR/GBP), 132,90 (133,99) japanische Yen (EUR/JPY) und 1,2310 (1,2333) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.306,75 (1.324,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30.740,00 (30.860,00) Euro.

dpa-AFX

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