Prognose bestätigt 31.10.2013 10:19:36

Wacker Chemie mit Umsatz- und Gewinnrückgang

Der Gewinn sackte von Juli bis September im Jahresvergleich um mehr als 80 Prozent auf 5,4 Millionen Euro ab, wie der MDAX-Konzern am Donnerstag in München mitteilte. Dank eines höheren Absatzes war der Umsatzrückgang mit knapp drei Prozent auf 1,17 Milliarden Euro weniger stark ausgefallen. Niedrigere Preise, vor allem für Solarsilicium und Halbleiterwafer, belasteten. Die Prognose für 2013 wurde bestätigt. Analysten hatten bei einem etwas höheren Umsatz deutlich mehr Gewinn erwartet.

Am Finanzmarkt kamen die Zahlen nicht gut an: Die Aktien sackten im frühen Handel in einem etwas schwächeren Marktumfeld um gut fünf Prozent auf 66,05 Euro ab. Händler und Analysten waren von den Kennzahlen enttäuscht. DZ Bank-Analyst Peter Spengler rät weiter zum "Verkauf". Wacker habe die Markterwartungen verfehlt. Ein Händler verwies vor allem auf das schwache operative Ergebnis (EBITDA). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank im dritten Quartal im Jahresvergleich um 18,5 Prozent auf knapp 168 Millionen Euro.

PROGNOSEN 2013 BESTÄTIGT

Obwohl sich das Chemiegeschäft im dritten Quartal etwas schwächer als zur Jahresmitte entwickelt hatte, behalten die Bayern ihre Prognosen für das Gesamtjahr bei. Wacker Chemie rechnet 2013 weiterhin mit einem kleinen Gewinn, während der Umsatz auf rund 4,5 (Vorjahr 4,63) Milliarden Euro sinken sollte. Eine wichtige Voraussetzung sei dabei, dass die Lösung des Solarstreits zwischen China und der Europäischen Union halte. Das EBITDA dürfte 2013 unter dem Wert des Vorjahres von 795 Millionen Euro liegen. Bei den Investitionen drückt der Konzern weiter auf die Bremse. Diese dürften 2013 mit etwa 500 Millionen Euro rund 50 Millionen Euro niedriger ausfallen als zum Halbjahr erwartet.

"Durch den Kompromiss im Solarstreit zwischen der Europäischen Union und China und das weltweit wachsende Interesse an der Solarenergie hat der Bedarf an Polysilicium weiter stark zugenommen", sagte Konzernchef Rudolf Staudigl. Dies habe bei den Kunden einen Nachfrageschub ausgelöst. Die Preise für Solarsilicium blieben aber eine Herausforderung. Diese lägen etwa ein Drittel unter dem Vorjahr.

Das Chemiegeschäft leidet nach wie vor unter der schwachen Konjunktur vor allem in Europa. Auch die Preise sind unter Druck. Bei Siliciumwafern lagen sie im Berichtszeitraum um rund 15 Prozent unter dem Wert ein Jahr zuvor. Das Halbleitergeschäft habe sich insgesamt "verhalten" entwickelt, so Staudigl. Grund sei die schwächere Nachfrage nach Computern, Tablet-PCs und Smartphones.

/stk/fbr

MÜNCHEN (dpa-AFX)

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