Keine Trendumkehr |
16.04.2015 05:50:00
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Valartis-Experte sieht kein Ende des Bullen-Aktienmarkts
Es sind drei Punkte, die den Investment-Experten so optimistisch machen: Der niedrige Ölpreis, die milliardenschweren Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Abwertung des Euro. Der Ölpreis wirke wie eine Steuersenkung. Aufgrund des Überangebots am Ölmarkt werde er dauerhaft "auf tiefen Niveau bleiben", erwartet Reisenberger.
Weitere Unterstützung kommt von der Geldpolitik. Die EZB hat im März mit milliardenschweren Anleihekäufen begonnen. Das Programm soll mindestens bis September 2016 laufen. Gleichzeitig stehen in den USA die ersten Zinserhöhungen seit der Finanzkrise an. Reisenberger hält die Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar daher für "nachhaltig".
Selbst der Streit um Griechenland bereitet dem Valartis-Strategen kein Kopfzerbrechen. An einen Ausstieg Griechenlands aus der Gemeinschaftswährung ("Grexit") glaubt er nicht. Sollte es doch dazu kommen, wäre dies nach Ansicht Reisenbergers für Anleger allerdings verkraftbar: "Ein Grexit wäre kein Schock für die Aktienmärkte, sondern maximal ein 'Schöckchen'". Möglicherweise würde ein griechischer Euro-Ausstieg sogar für Erleichterung sorgen, da die Unsicherheiten um Griechenland ausgeräumt wären, vermutet Reisenberger.
Etwas zurückhaltender ist der Investment-Experte, was den heimischen Markt angeht: "Es gibt ein paar Unternehmen, die mit Wachstum, einer guten Marktpositionierung und bei der Corporate Governance überzeugen". Dazu würde etwa Schoeller-Bleckmann, voestalpine, RHI oder Andritz zählen. Bei den österreichischen Bank-Aktien - also Raiffeisen Bank International (RBI) und Erste Group - ist Reisenberger mit Verweis auf die Schwierigkeiten in Osteuropa hingegen skeptisch und rät zur Vorsicht.
(Schluss) dkm/mik/ggr

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