733 Millionen Euro-Rücklage |
05.09.2014 16:37:00
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UniCredit legte für Streit um Bank Austria-Übernahme Millionen zurück
Die Bank Austria wurde vor neun Jahren als Tochter der HypoVereinsbank (HVB) gemeinsam mit der HVB von der UniCredit übernommen. Der Hedgefonds Polygon, ein Aktionär der Bank Austria, brachte bereits 2007 ein Klage ein, weil er mit dem Kaufpreis von 129 Euro pro Aktien nicht zufrieden war, und erhielt im Rahmen eines Vergleiches einen zweistelligen Millionenbetrag. Zudem sollte in einem schiedsgerichtlichem Verfahren geklärt werden, ob dem Hedgefonds eine noch höhere Summe zustehe.
Das Schiedsgericht fällte ein Urteil zu Gunsten der Bank. Weil der vorher vereinbarte Zeitrahmen für die Entscheidung aber deutlich überschritten wurde, wird das Urteil von Polygon nicht anerkannt - eine ursprünglich ruhend gestellte Klage lebte wieder auf. Nun werde für diesen Herbst ein endgültiges Urteil angestrebt, schreibt das Magazin.
Das Volumen für die Rückstellung setzt sich aus den rund 200 Mio. Euro umfassenden Klagen von Polygon in Wien und aus Folgewirkungen in Deutschland zusammen. Dort gehe die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) davon aus, dass für die Bank Austria vier bis fünf Millionen Euro zu wenig bezahlt wurde, heißt es im "Format". Rechne man alle Klagen in beiden Ländern zusammen, komme man sogar auf ein Klagsvolumen von über 2 Mrd. Euro.
"UniCredit ist überzeugt, dass der Preis, der den Minderheitsaktionären in Österreich und Deutschland bezahlt wurde, fair und adäquat und die Bewertung zutreffend war", erklärt die UniCredit in einer Stellungnahmen zur APA. Das Institut weist die Vorwürfe zurück, der Kaufpreis sei nicht fair zustande gekommen.
(Schluss) ggr/rf
ISIN IT0004781412 WEB https://www.unicreditgroup.eu http://www.bankaustria.at http://www.hypovereinsbank.de
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