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Trotz gutem ersten Halbjahr 17.07.2015 07:01:00

Telekom Austria senkt Ausblick für Gesamtjahr

Jubelchöre sind trotzdem nicht angebracht, nach wie vor belasten die Telekom deren Niederlassungen in Südosteuropa. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde leicht nach unten revidiert, die Dividende wird weiterhin bei 0,05 Euro je Aktie gesehen, geht aus einer Ad-hoc-Mitteilung der Telekom Austria vom Donnerstagabend hervor. In den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres konnte das Betriebsergebnis von minus 163,2 auf plus 260,8 Millionen Euro wieder klar in die schwarzen Zahlen gedreht werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda, bereinigt) legte um 7,4 Prozent auf 665,3 Millionen Euro zu. Der Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit schnellte um 43,1 Prozent auf 534,5 Millionen Euro hoch.

Bei den Festnetzanschlüssen konnte die Telekom den Stand im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 halten, bei den Mobilfunkkunden gab es einen Rückgang um 2,5 Prozent.

Zum Ausblick teilte der Konzern, der sich mittlerweile unter Kontrolle der mexikanischen America Movil befindet, mit, dass die Umsatzerwartung "auf eine ungefähr stabile Entwicklung korrigiert" wurde. Dies sei in erster Linie auf die Geschäftsentwicklung in den südosteuropäischen Märkten zurückzuführen.

Gutes zweites Quartal für Telekom Austria

Die Telekom leidet weiter unter den Niederlassungen in Südosteuropa. "In der CEE-Region blieben die makroökonomischen Gegenwinde noch stärker als erwartet spürbar", teilte die Telekom am Donnerstagabend ad hoc mit. Trotz der Probleme dort legte die Telekom im zweiten Quartal 2015 deutlich zu. Der Umsatz ging zwar "nur" um 2,1 Prozent auf 982,8 Millionen Euro nach oben, das Betriebsergebnis drehte allerdings von minus 260,6 auf plus 121 Mio. Euro.

Den größten Umsatzzuwachs verzeichnete der Konzern am Heimatmarkt, hier gab es ein Plus von sechs Prozent auf 618,5 Mio. Euro. In Bulgarien musste dafür ein Minus von 5,9 Prozent verdaut werden, in Slowenien gar von 12,1 Prozent.

In Österreich sank die Zahl der Mobilfunkkunden im zweiten Quartal um 2,5 Prozent auf 5,37 Millionen. Der Durchschnittsumsatz pro Kunden blieb mit 16 Euro pro Monat stabil. Auffallend ist der starke Rückgang bei den Nutzern von mobilem Breitband, hier gab es ein Minus von 8,3 Prozent.

In ihrem Ausblick für das Gesamtjahr geht die Telekom auch auf die Konkurrenz durch virtuelle Mobilfunkbetreiber ein, wie etwa das Hofer-Angebot "H.o.T". Deren Markteintritt hat den Wettbewerb verschärft.

Damit muss sich Telekom-Chef Hannes Ametsreiter aber ohnehin in zwei Wochen nicht mehr herumschlagen. Er verlässt das Unternehmen mit Ende Juli und wird mit 1. Oktober Chef bei Vodafone Deutschland. Der ehemalige Monopolist Telekom gehört mittlerweile zu 59,7 Prozent der mexikanischen America Movil des Milliardärs Carlos Slim, Österreich hält 28,4 Prozent.

stf/kre

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