29.03.2015 14:27:41
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Studie: Vorstandsgehälter hängen stärker an langfristiger Entwicklung
BERLIN (dpa-AFX) - Die Vorstandsgehälter in den wichtigsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland hängen zunehmend von der langfristigen Entwicklung des Unternehmen ab. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Geschäftsberichte aller 30 DAX-Konzerne aus dem vergangenen Jahr, die von der Managementberatung Kienbaum für die "Welt am Sonntag" erstellt wurde.
Nachhaltige Unternehmensführung wird demnach für die Brieftaschen der Manager immer wichtiger. Machten im Jahr 2008 langfristige Boni im Schnitt 17,6 Prozent der Vorstandsvergütungen aus, hat sich der Anteil seitdem mehr als verdoppelt: Im Geschäftsjahr 2014 bestanden die Vorstandsvergütungen der Untersuchung zufolge im Schnitt zu 40,5 Prozent aus erfolgsabhängigen Boni, die erst nach drei, fünf oder mehr Jahren ausgezahlt werden.
Dabei bestimmen neben den harten Finanzzahlen auch zunehmend "weiche" Faktoren wie etwa Mitarbeiterzufriedenheit, Frauenförderung, Umweltschutz oder Kundenbindung die Höhe der Managergehälter mit.
Bei Daimler und der Deutschen Börse ist die Langfristorientierung demnach besonders ausgeprägt. Dort machten die langfristigen Boni mehr als die Hälfte der Vorstandsvergütung aus, hieß es. Beim Chemie- und Pharmakonzern Merck seien es sogar 80 Prozent.
Das sei auch betriebswirtschaftlich sinnvoll, sagte Professor Axel von Werder der "Welt am Sonntag". "Diese Zielgrößen helfen dabei, früh zu erkennen, wenn etwas in dem Unternehmen aus dem Ruder läuft", betonte der Betriebswirtschaftler von der Technischen Universität Berlin. Etwa wenn mit einem Sparprogramm zwar der Gewinn steige, aber die Kundenzufriedenheit sinke, was langfristig erhebliche negative Konsequenzen haben dürfte.
Allgemein wird eine Managervergütung begrüßt, die abhängig von der Unternehmensentwicklung ist. Geht es dem Konzern gut, kassieren die Firmenlenker mehr. "Die Frage ist allerdings, ob das System funktioniert, wenn es schlecht läuft", gibt der Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Jürgen Kurz, zu bedenken./hgo/DP/he
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