28.05.2014 14:19:00
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Steuern: OECD sieht Österreich bei Abgabenlast im Spitzenfeld
Für einen durchschnittlich verdienenden österreichischen Single lag die Abgabenbelastung (also Steuern und Sozialabgaben inklusive Arbeitnehmerbeiträge abzüglich Sozialtransfers) im Vorjahr bei 49,1 Prozent. Damit liegt Österreich an dritter Stelle von 34 untersuchten Ländern hinter Belgien und Deutschland. Berücksichtigt man auch Pflichtbeiträge für Privatversicherungen, dann bleibt auch Holländern und Italienern weniger Netto vom Brutto als den Österreichern. Österreich liegt hier an fünfter Stelle.
Bei Familien liegt die Abgabenbelastung (wegen der höheren Sozialtransfers) zwar deutlich unter den Singles, im internationalen Vergleich aber trotzdem im Spitzenfeld.
Ablesen lässt sich aus den OECD-Zahlen auch der Effekt der "kalten Progression". Für den durchschnittlichen österreichischen Arbeitnehmer hat OECD nämlich errechnet, dass im Vorjahr von einem Brutto-Gehaltsplus von 2,4 Prozent abzüglich Inflation (2 Prozent) und Steuern (0,4 Prozent) de facto nichts übrig geblieben ist.
Auch der Effekt der Lohnsteuersenkung 2009 ist damit mittlerweile wieder verpufft. Denn die von der OECD berechnete Abgabenbelastung eines durchschnittlichen österreichischen Arbeitnehmers ist 2009 zwar von 49 auf 47,9 Prozent gesunken, aber seither (Stand 2013) wieder auf besagte 49,1 Prozent gestiegen.
(Grafik 0487-14 mit den OECD-Zahlen finden Sie im AOM vom 21. April 2014) (Schluss) has/ban
WEB http://www.oecd.org/

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