18.12.2014 15:00:00
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Ukraine-Abwertungen kosten RBI einen Prozentpunkt Kapital
Die aktuelle Krise in Russland werde das Geschäft der RBI 2015 sicher treffen, aber wie, das sei noch unabsehbar. Sollte eine hohe Inflation mit entsprechenden nominellen Lohnerhöhungen kommen, könnten sich die Privatkunden über die Geldentwertung entschulden. Sollte hingegen die erwartete Rezession von rund fünf Prozent dazu führen, dass die Löhne nicht angepasst werden, dann würde auch die Anzahl der nicht bedienten Kredite (non performing loans/NPL) steigen.
Grundsätzlich müsse man mit mehr Risiko rechnen, wenn die Wirtschaft um fünf Prozent schrumpft, wie dies die russische Nationalbank erwartet - nur wie hoch es wird, sei nicht absehbar. Es habe auch niemand vorhergesehen, dass der Ölpreis auf 60 Dollar fällt und der Rubel im jetzigen Ausmaß einbricht.
Vor wenigen Tagen habe eine Bewertung keinen Bedarf nach zusätzlichen Abschreibungen in Russland ergeben. Angesichts des Kursverfalls müsse aber laufend nachgerechnet werden, so Strobl. Das Geschäft in Russland sei aber so solide, dass selbst bei einer Verdreifachung des Risikos noch ein Gewinn geschrieben würde. In der konsolidierten Bilanz der RBI werde dieser Beitrag aber fehlen.
Auf die Frage nach einer Dividende der RBI für das Jahr 2014 meinte Strobl: "Als Aktionär rechne ich nicht mit einer Dividende." Grundsätzlich entscheide der Vorstand aber erst im Februar oder März über die allfällige Ausschüttung.
Die Belastungen in der Ukraine haben im Rückblick den schlimmsten Erwartungen der RBI - dem "Worst-Case-Szenario" - entsprochen - allerdings aufgrund anderer Entwicklungen als zu Jahresbeginn erwartet. Denn die Kampfhandlungen seien nicht absehbar gewesen. 50 Filialen müssen ganz schließen, 30 sind zeitweise geschlossen. In den Gebieten mit Kampfhandlungen ist die Wirtschaft bei 30 Prozent des Potenzials, die Infrastruktur teilweise zerstört und ein guter Teil der Bevölkerung geflohen. Dazu kommen die Währungsabwertungen.
(Schluss) tsk/ivn
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