23.04.2014 15:45:31

Russischer Außenminister warnt Ukraine vor Angriffen

   Von Andrey Ostroukh

   MOSKAU--Angriffe gegen Russen in der Ukraine werden im Kreml zugleich immer auch als eine Attacke gegen Russland wahrgenommen. Mit dieser Aussage reagierte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch auf Äußerungen in der Ukraine, militärisch gegen prorussische Kräfte vorgehen zu wollen, die im Osten des Landes die Hoheit in mehreren Städten übernommen haben.

   Lawrow zog Parallelen zu den Spannungen, die im Jahr 2008 zu einem militärischen Konflikt Russlands mit Georgien führten, indem er sagte, sein Land werde antworten, sollten die Interessen von russischen Staatsbürgern in ähnlicher Weise beeinträchtigt werden wie seinerzeit in Südossetien.

   Vor sechs Jahren fochten Russland und Georgien einen zehntägigen militärischen Konflikt um die abtrünnige Kaukasusregion aus, die Georgien für sich beansprucht. Nur Russland und drei andere Länder haben bislang die unabhängige Republik Südossetien anerkannt.

   "Wenn unsere Interessen, unsere legitimen Interessen, die Interessen von Russen direkt angegriffen würden, so wie das in Südossetien zum Beispiel geschehen ist, dann sähe ich keinen anderen Weg als in Übereinstimmung mit internationalem Recht zu handeln", sagte Lawrow laut einem transkribierten, in englischer Sprache geführten Interview, das am Mittwoch vom Fernsehsender Russia Today ausgestrahlt wurde. Lawrow bezog sich dabei auf die Krise in der Ukraine, machte aber keine Angaben dazu, worin die Antwort bestehen könnte.

   "Wenn russische Staatsbürgern attackiert werden, dann handelt es sich dabei auch um einen Angriff gegen die Russische Föderation", sagte er.

   Lawrows Stellungnahme folgt einer Entscheidung der USA vom Dienstag eigene Truppen zu Manövern nach Osteuropa zu entsenden und einer Erklärung von US-Vizepräsident Joe Biden, der in Kiew vor weiteren Sanktionen gegen Russland gewarnt hatte, sollte die Großmacht ihre Truppen nicht von der ukrainischen Grenze zurückziehen und die Vereinbarungen einer Krisenkonferenz in Genf folgen, die einen Rückzug russischer Truppen von Regierungsgebäuden vorsieht.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/WSJ/apo

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