09.04.2016 00:34:39
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Nach Panama Papers: Mossack Fonseca bleibt bei Geschäftsmodell
BERLIN (dpa-AFX) - Auch nach der Veröffentlichung der sogenannten Panama Papers hat der Mitbegründer der betroffenen Kanzlei Mossack Fonseca in Panama-Stadt, Ramon Fonseca, sein umstrittenes Geschäft mit mehr als 200 000 Briefkasten-Firmen gegen Kritik verteidigt. Der "Bild"-Zeitung (Samstag) sagte Fonseca: "Wir machen nichts anderes als Tausende Anwälte rund um die Welt: Wir gründen Firmen und Treuhandfonds. Das sind völlig legale Geschäfte. Und normale in einer Welt, in der niemand mehr Geschäfte unter dem eigenen Namen betreiben möchte."
Die Bücher der Kanzlei seien offen: "Wir haben in 40 Jahren 250 000 Firmen gegründet. Die werden für allerlei Zwecke verwendet, in 99,99 Prozent der Fälle für gute."
Fonseca erklärte, seine Kanzlei wisse, aus welchem Land der Hackerangriff auf die Dateien gekommen sei, dürfe es aber nicht sagen: "Wir wurden gehackt, von einem Computer aus Übersee. Ich möchte weitere Nachforschungen über die Täter nicht gefährden."
Fonseca erklärte, bislang habe sich noch keine Ermittlungsbehörde an seine Kanzlei gewandt. "Wir kooperieren vollständig. Aber bisher wurden wir noch von niemanden kontaktiert. Unsere Lizenzen sind auch alle intakt."
Fonseca legte Wert auf die Feststellung, dass in seiner Kanzlei 30 Angestellte die Kunden und deren Geschäfte überprüfen und wies darüber hinaus jegliche Verantwortung von sich. "Wenn jemand mit der gegründeten Firma etwas Krummes machen sollte, liegt die Verantwortung nicht bei uns."/gp/DP/stk
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