21.05.2013 14:01:00

Im März wirksame Staatsgarantie hielt ÖVAG-Quartalsverlust in Grenzen

Einer zur Teilverstaatlichung 2012 gewährten neuen Staatshaftung von 100 Millionen Euro verdankt die ÖVAG (Volksbanken AG), dass ihr Konzernverlust zum 1. Quartal 2013 nicht viel höher ausgefallen ist.

Als der Staat im April 2012 rettend mit 43 Prozent ins Kapital einstieg, gab es auch eine Ausfallsbürgschaft (Asset-Garantie) von 100 Mio. Euro. Auf Ebene der Bank-AG- wurde diese Staatsgarantie mit Wirksamkeit des Jahresberichts 2012 gezogen. Datiert mit 15. März 2013, wurde sie in der (IFRS-)Konzernbilanz heuer im ersten Quartal rechtswirksam - saldiert und abgezinst wurde sie im "sonstigen betrieblichen Ergebnis" im Konzern zu einem Wert von 65 Mio. Euro verbucht.

Ohne diesen Haftungseffekt läge das Vorsteuerergebnis des ÖVAG-Konzerns per Ende März 2013 nicht bei positiven 3 Millionen Euro, sondern es hätte einen Vorsteuerverlust von 62 Mio. Euro gegeben.

Unterm Strich hat die ÖVAG dennoch heuer mit 21 Millionen Euro Konzernverlust im ersten Quartal abgeschlossen. Belastend wirkten die Kosten des Abbaus (Redimensionierungsmaßnahmen), aber auch Wertberichtigungen auf Immobilienfinanzierungen. Das Segment Non-Core-Immobilien (darunter das Immobilienleasing) verlor vor Steuern 19 Mio. Euro. Wie die Bank im Zwischenbericht schreibt, werden die Abbau-Auflagen der EU-Kommission und damit verbundene Abschläge auch weiter zu Ergebnisbelastungen führen.

"Daher wird der Konzern voraussichtlich auch das Jahr 2013 deutlich negativ abschließen", schreibt die seit April 2012 teilstaatliche Bank. Aktuell hält sie bei einer Bilanzsumme von 25,8 Mrd. Euro. Das sind 1,9 Mrd. Euro weniger als zum Ultimo 2012. Die Bank befinde sich in einem "massiven Restrukturierungsprozess". Alle Sparten und Beteiligungen, die nicht Kerngeschäft sind, müssen abgebaut oder verkauft werden.

Die extra geführte Volksbank Romania hat wegen geringerer Risikokosten ein "geringes, über dem Planwert liegendes positives Ergebnis" gebracht, für das Gesamtjahr sei allerdings wieder von einem Verlust auszugehen, schreibt die ÖVAG. 2013 würden Neubewertungen der Sicherheiten durchgeführt, was sich wegen des Preisrückgangs am rumänischen Immobilienmarkt negativ auf die Risikokosten der Bank auswirken werde.

(Schluss) rf/tsk

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