14.05.2013 11:41:00

Hypo - OeNB: Regierung auf gutem Weg, Crashszenarien zu vermeiden

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) befürchtet nicht, dass es bei der Hypo Alpe Adria zum Horrorszenario einer sofortigen Abwicklung (Liquidation) kommt. Die Regierung ist in den Augen von Notenbankdirektor Andreas Ittner auf sehr gutem Weg, solche Szenarien abzuwehren.

Würde die notverstaatlichte Hypo gleich ganz zerschlagen, könnte dies wie berichtet bis zu 16 Mrd. Euro (14 Mrd. Euro für die Republik) kosten, samt Folgekosten für die Tochter-Banken auf dem Balkan. Das hat die Notenbank selbst in einem internen Crash Szenario errechnet.

Ittner bestätigte heute, dass sich die möglichen Schadenssummen im Fall einer sofort erforderlichen Abwicklung in diesen kolportierten Größenordnungen bewegen könnten.

Es sei "alles zu tun, um das zu vermeiden", betonte der Notenbanker am Dienstag am Rande der Zahlungsbilanzpressekonferenz in Wien. "Da sind die richtigen Schritte gesetzt beziehungsweise in Vorbereitung".

Die Nationalbank sitzt in dem seit voriger Woche amtierenden "Krisenrat" (Task Force) für die Hypo Alpe Adria. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia hat von Österreich den Verkauf aller operativen Hypo-Bankeinheiten bis Ende 2013 verlangt, oder die Bank müsste geschlossen werden. Weil dies die österreichischen Steuerzahler zusätzlich viele Milliarden kosten würde, bemüht sich Österreich um zeitliche Erleichterungen bei den Brüssler Auflagen.

Zur Frage der weiteren Vorgehensweise bzw. der diskutierten Gründung einer Bad Bank für die Hypo Alpe Adria wollte sich Ittner heute nicht äußern. Dies zu kommunizieren obliege der Regierung bzw. der Fimbag. Bis Ende Mai muss Österreich Brüssel einen neuen Plan für die Hypo übermittelt haben.

(Schluss) rf/gru

WEB http://www.hypo-alpe-adria.com http://www.oenb.at/

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