NASDAQ Comp.
23.04.2013 16:29:35
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ROUNDUP: Facebook setzt sich in Klarnamen-Streit auch in zweiter Runde durch
Die Richter hatten entschieden, dass für den Datenschutz in dem Sozialen Netzwerk hierzulande Irland zuständig sei, weil dort die Datenverarbeitung stattfinde. Das Oberverwaltungsgericht schloss sich dieser Auffassung an. Damit gelten die Eilanträge von Facebook gegen Weicherts Verordnungen von Dezember 2012 weiter. Das Online-Netzwerk äußerte in einer ersten Reaktion die Hoffnung, dass der Datenschützer seinen Kampf für Pseudonyme nun aufgeben werde. Facebook sei überzeugt, dass eine Anmeldung unter falschem Namen nicht im Interesse der Mehrheit der Nutzer wäre, bekräftigte ein Sprecher.
Weichert hatte Facebook aufgefordert, gemäß dem deutschen Telemediengesetz und dem Bundesdatenschutzgesetz den Nutzern auch eine Registrierung mit Pseudonym zu erlauben. Facebook besteht dagegen auf der Angabe von Klarnamen. Weichert drohte mit einem Zwangsgeld in Höhe von jeweils 20 000 Euro gegen den US-Konzern und die europäische Niederlassung. Der Datenschützer ist als scharfer Kritiker von Facebook bekannt und geht unter anderem gegen die "Gefällt mir"-Schaltfläche des Online-Netzwerks vor - bisher mit wenig Erfolg.
Auch Google+ befürwortet die Anmeldung mit Klarnamen. Nach einer heftigen Debatte fand sich das Soziale Netzwerk des Online-Werbe-Marktführers aber bereit, eine Registrierung mit Pseudonym zuzulassen./so/DP/jha
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