06.02.2013 15:46:32
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Deutschland erteilt Hollandes Wechselkurs-Vorstoß eine Absage
BERLIN (dpa-AFX) -
Die Forderung des französischen Präsidenten Francois Hollande nach einer aktiven Wechselkurs-Politik in Europa stößt auf den Widerstand von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Regierungssprecher Steffen Seibert sprach am Mittwoch in Berlin von einem ungeeigneten Instrument: "Nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit lässt sich dadurch nicht erreichen." Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verwies zudem auf die Zuständigkeit der Europäischen Zentralbank. Diese benötige keine öffentlichen Ratschläge.
Die Forderung des französischen Präsidenten Francois Hollande nach einer aktiven Wechselkurs-Politik in Europa stößt auf den Widerstand von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Regierungssprecher Steffen Seibert sprach am Mittwoch in Berlin von einem ungeeigneten Instrument: "Nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit lässt sich dadurch nicht erreichen." Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verwies zudem auf die Zuständigkeit der Europäischen Zentralbank. Diese benötige keine öffentlichen Ratschläge.
Tags zuvor hatte Hollande seine Sorge über den starken Euro geäußert. Wirtschaftliche Erholung dürfe nicht durch unangemessene Wechselkurse gefährdet werden, sagte er vor dem Europaparlament in Straßburg. Seibert wandte sich in Berlin jedoch gegen ein staatliches Eingreifen. "Unsere grundsätzliche Überzeugung ist, dass Wechselkurse die ökonomischen Fundamentaldaten widerspiegeln sollen." Zudem sei die europäische Gemeinschaftswährung im historischen Vergleich nicht überbewertet./ax/DP/jkr
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