Gewinn bricht ein 31.10.2013 08:04:32

Lufthansa schwächelt in der Hauptreisezeit

Leicht gesunkene Einnahmen ließen den operativen Gewinn auf 589 Millionen Euro fallen. Das sind 12,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich sieht es noch schlimmer aus. Das Ergebnis je Aktie fiel um 31 Prozent auf 0,98 Euro.

   Am Aktienmarkt dürfte das Ergebnis des Drittquartals dennoch keine Panik verursachen. Deutschlands größte Airline hatte Analysten und Händler bereits vor einer Woche mit ein paar Eckdaten zum Verlauf der ersten neun Monate die Hoffnung auf ein gut laufendes Geschäft in der Hauptreisezeit genommen. Mit der Präzisierung der Prognose für das Gesamtjahr zeigte sich der Vorstand damals auch für den Rest des Jahres wenig ambitioniert. Nach einem operativen Gewinn von 524 Millionen Euro im Vorjahr stellte er 2013 nur 600 bis 700 Millionen Euro in Aussicht. Allein 300 Millionen Euro gehen für die Restrukturierung der Airline drauf.

   Lufthansa mausert sich für die Zukunft. Sie will den operativen Gewinn bis 2015 auf 2,3 Milliarden Euro steigern. Diesen Betrag benötigt der Vorstand vor allem für den Kauf neuer Flugzeuge. Da der scharfe Wettbewerb mit Billigfliegern und Airlines aus den Golfstaaten und aus Asien die Ticketpreise immer weiter in den Keller purzeln lässt, kappt der Kranich vor allem Kosten. Viele Mitarbeiter verdienen künftig weniger Geld oder verlieren sogar ihren Arbeitsplatz. Eine Entwicklung, die auch bei anderen Airlines, wie Air France-KLM und International Airlines Group, zu beobachten ist.

   Die vielen Probleme, mit denen sich Lufthansa herumschlägt, haben auch beim Aktienkurs Spuren hinterlassen. Mit Kursen unter 15 Euro stagniert die Lufthansa-Aktie auf dem Niveau vom Jahresbeginn und zählt damit zu den Nachzüglern im DAX. Seit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen Anfang August hat die Aktie 7 Prozent verloren. Damit bleibt sie weit hinter den Kursen der Konkurrenz zurück. Papiere von Air France sind in diesem Zeitraum um 23 Prozent gestiegen und die der International Airlines Group um 18 Prozent.

   DJG/kib/jhe

  Dow Jones Newswires

Von Kirsten Bienk

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