14.12.2016 16:24:44

Kurzfristige Schuldenerleichterungen für Athen verzögern sich

   BRÜSSEL (AFP)-- Die Griechenland von den Euro-Partnern zugesagten Schuldenerleichterungen verzögern sich. Die Gläubiger-Institutionen hätten mitgeteilt, dass "die Handlungen der griechische Regierung nicht mit der Vereinbarung übereinzustimmen scheinen", erklärte ein Sprecher von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Mittwoch über den Kurzbotschaftendienst Twitter. "Einige Mitgliedstaaten sehen das genauso, weshalb keine Einstimmigkeit für die Umsetzung der kurzfristigen Schuldenmaßnahmen besteht."

   Für das weitere Vorgehen werde nun ein "vollständiger Bericht der Institutionen im Januar" abgewartet, heißt es in dem Tweet von Dijsselbloem-Sprecher Michel Reijns in einer "Erklärung zu Griechenland". Ein Sprecher des Euro-Rettungsfonds ESM erklärte, die Führungsgremien des Fonds und des Vorgängers EFSF hätten ihre Entscheidungen dazu "vorübergehend aufgeschoben". In den Führungsgremien sind die Mitgliedstaaten der Eurozone vertreten.

   Die Euro-Finanzminister hatten Anfang Dezember beschlossen, Athen mit einem Paket zum besseren Schuldenmanagement unter die Arme zu greifen. Dabei geht es unter anderem um die Verringerung der Risiken durch Zinssteigerungen in den kommenden Jahrzehnten und eine Verlängerung der Laufzeiten von Teilen der griechischen Schulden.

   Die Euro-Partner hatten sich mit dem hoch verschuldeten Griechenland Mitte 2015 auf ein drittes Hilfsprogramm in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro geeinigt. Im Mai stimmten die Finanzminister der Währungsunion zu, Athen kurzfristig, aber in begrenztem Ausmaß beim Schuldendienst zu entlasten. Über weitergehende Schuldenerleichterungen soll erst nach Ende des Hilfsprogramms ab Mitte 2018 gesprochen werden.

   DJG/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   December 14, 2016 10:20 ET (15:20 GMT)- - 10 20 AM EST 12-14-16

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