07.08.2013 11:21:32

KlöCo will sich nicht mit Baustoff-Milliardär Knauf zusammentun

   Von Jan Hromadko

   Der Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) will sich nicht mit der Interfer Holding des Großaktionärs Albrecht Knauf zusammentun. Die Integration der beiden Unternehmen würde strategisch nicht passen, sagte KlöCo-Chef Gisbert Rühl in einer Telefonkonferenz anlässlich der Quartalszahlen des MDAX-Konzerns. KlöCo hatte im Mai mitgeteilt, mit Interfer über "die industrielle Logik einer Zusammenarbeit" gesprochen zu haben.

   Es habe weitere Zusammenkünfte mit Knauf gegeben, aber "wir haben entschieden, diese Gespräche nicht fortzusetzen", sagte Rühl. Eine Integration mit Knauf hätte weitere beträchtliche Restrukturierungsmaßnahmen erfordert und nur begrenzte Synergien gebracht.

   Derzeit setzt Klöckner auf den nordamerikanischen Stahlmarkt, der in den kommenden Jahren für Wachstum bei dem Unternehmen sorgen soll. Das Europa-Geschäft wird derzeit restrukturiert. Standorte werden geschlossen, Unternehmensteile verkauft und Stellen abgebaut. Diese Bemühungen müssten im Falle einer Zusammenarbeit mit Interfer noch verstärkt werden. In einem von Überkapazitäten geprägten Markt "ergibt eins plus eins nicht unbedingt zwei", sagte Rühl.

   Im Februar hatte die Interfer Holding des Baustoff-Milliardärs Knauf knapp 8 Prozent der KlöCo-Anteile übernommen. Knauf betreibt mit der Knauf Interfer SE auch einen eigenen Stahlhändler. Interfer hatte mitgeteilt, das Interesse an Klöckner sei strategisch.

   Zu den Aussagen Rühls wollte Interfer keine Stellung nehmen. Was aus der Beteiligung an KlöCo wird, war ebenfalls nicht zu erfahren.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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   August 07, 2013 05:20 ET (09:20 GMT)

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