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Überzogene Spesenausgaben 05.12.2013 08:01:33

Japans Polizei verhaftet Deutsche-Bank-Mitarbeiter wegen Bestechung

Außerdem wurde ein ehemaliger Pensionsfonds-Manager des Handelshauses Mitsui & Co verhaftet, wie die Polizei in Tokio mitteilte. Die japanische Börsenaufsicht SESC hat bereits die Finanzaufsicht FSA aufgefordert, die Investmentsparte der Deutschen Bank in Tokio wegen überzogener Spesenausgaben zu bestrafen.

   Der Mitsui-Manager, der verantwortlich war für die Verwaltung von Unternehmen-Pensionsfonds, soll von dem Deutsche-Bank-Mitarbeiter zwischen April und August 2012 Annehmlichkeiten wie Abendessen und Fernreisen im Wert von geschätzten 900.000 Yen angenommen zu haben, umgerechnet knapp 6.500 Euro. Danach soll er in Finanzprodukte der Deutschen Bank im Volumen von 1 Milliarde Yen investiert haben.

   Die beiden Manager Yutaka Tsurisawa von Mitsui und Shigeru Echigo von der Deutschen Bank waren für einen Kommentar nicht zu erreichen. Unklar ist, ob sie sich juristisch vertreten lassen. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte die Verhaftungen nicht kommentieren.

   Ein Sprecher von Mitsui & Co sagte: "Es tut uns leid, dass unser ehemaliger Mitarbeiter in diesem Fall involviert ist, und nach Bestätigung der Fakten werden wir angemessene Maßnahmen in Erwägung ziehen."

   Neben der Strafe könnte die Finanzaufsicht die Bank auffordern, ihre Geschäftspraktiken zu verbessern.

   Strafen auf überhöhte Spesenausgaben sind sehr rar gesät in Japan, da die Regeln, was als "überhöht" zu bezeichnen ist, nicht klar definiert sind. Das erschwert die Arbeit der Regulierungsbehörden.

   In Japan ist es in der Finanzbranche üblich, Kunden abends auszuführen. Für Manager von Pensionsfonds gelten dabei jedoch ähnliche Auflagen wie für Staatsbedienstete, weil sie hohe Summen für die Altersvorsorge anlegen. Sie unterliegen damit besonders strengen Anti-Korruptionsregeln.

   Das Vertriebsteam für Pensionsfonds bei der Deutschen Bank sei bereits aufgelöst worden, sagten informierte Personen. Mitarbeiter der Tochter Deutsche Securities hätten übertrieben viel für Unterhaltungsangebote für ihre Kunden ausgegeben, um an Aufträge zu kommen, sagte eine der Personen.

   Die Regulierungsbehörden schauen bei Vertriebspraktiken in der Finanzindustrie sehr genau hin, nachdem der Finanzmanager AIJ Investment letztes Jahr mehr als 1 Milliarde Yen an Kundengeldern verloren hat. Die Lizenz zum Wertpapierhandel wurde dem Unternehmen entzogen.

   DJG/DJN/mgo/chg

Dow Jones Newswires

Von Atsuko Fukase

TOKIO

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