Nach Gerichtsurteil 04.12.2013 08:02:36

Italien hofft auf Reformschub nach dem Abgang Berlusconis

Das sagte der italienische Wirtschaftsminister Fabrizio Saccomanni dem Wall Street Journal. Berlusconis Ausscheiden habe die Regierung unter Ministerpräsident Enrico Letta "geschlossener und (...) entschlossener in der Umsetzung unseres Programms gemacht", sagte Saccomanni am Rande einer Werbetour, um ausländische Investoren nach Italien zu locken.

   Der konservative Ex-Premier Berlusconi hatte mehrfach gedroht, die aktuelle Koalitionsregierung zu stürzen. Aber vergangene Woche folgte der italienische Senat einem Gerichtsurteil gegen Berlusconi wegen Steuerbetrugs und schloss den Politiker aus der Parlamentskammer aus.

   Italiens Ministerpräsident Letta steht unter großem Druck, das Reformtempo zu erhöhen und die italienische Wirtschaft aus ihrer Starre zu holen. Letta hofft, dass seine Koalitionsregierung wenigstens bis 2015 zusammenhält. Das würde ihm Zeit geben, die Steuern zu kürzen, die Beschäftigungsgesetze zu lockern und die Arbeitslosigkeit im Land zu senken.

   In einem weiteren Interview mit Saccomanni, das am Freitag in Rom geführt wurde, sagte der Wirtschaftsminister, die italienische Wirtschaft sei nach einer "tiefen Depression" nun langsam auf dem Wege der Besserung. Sie ist neun Quartale hintereinander geschrumpft, und auch im nächsten Jahr dürfte das Wachstum nach Ansicht der Regierung noch blutleer sein.

   Am Dienstag hatte EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn die Regierung dafür kritisiert, beim Abbau der enormen Gesamtverschuldung nicht engagiert genug vorzugehen.

   DJG/WSJ/chg

   Dow Jones Newswires

Von Francesco Guerrera und Christopher Emsden

NEW YORK

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