10.10.2013 09:15:00

Investitionen in Bildung und Forschung stärken Außenwirtschaft

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) hat in einer Studie die österreichischen Handelsbilanz analysiert. Demnach wird die Handelsbilanz mittelfristig von Technologieführerschaft bestimmt. Österreich wurde in den 1980er-Jahren vom Technologiefolger zum Technologieführer. Die gesteigerten Exporte verbesserten die Handelsbilanz. Einen zusätzlichen Schub brachte die Öffnung der Märkte in Mittel- und Osteuropa.

Der direkte Einfluss der Wirtschaftspolitik auf die Handelsbilanz sei gering, so das Wifo. Allerdings könne durch Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung sowie durch Investitionen in die Infrastruktur die heimische Industrie ihre Rolle als Technologieführer weiter ausbauen und damit indirekt die Handelsbilanz positiv beeinflussen. Auch eine Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen würde zu weniger Ölimporten führen und damit die Handelsbilanz verbessern.

"Grundsätzlich kann es sich die österreichische Volkswirtschaft aber leisten, weiterhin Rohstoffe zu importieren und im Warenhandel negativ zu bilanzieren, da sie einen robusten Überschuss im Dienstleistungshandel aufweist", so das Wifo. Dadurch werde das Handelsbilanzdefizit kompensiert, sodass die Leistungsbilanz ausgeglichen ist oder einen Überschuss aufweist, und sich die österreichische Volkswirtschaft nicht im Ausland verschuldet. "Eine ausgeglichene Handelsbilanz als isoliertes wirtschaftspolitisches Ziel ist für Österreich nicht erstrebenswert", heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Studie von Stefan Ederer und Stefan Schiman, die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums verfasst wurde.

(Schluss) gru/ggr

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