29.03.2016 08:28:27
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IWF will "Flexibilität" für Griechenland in Flüchtlingskrise
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF), Maurice Obstfeld, hat eine vorübergehende Lockerung der Sparauflagen für Griechenland ins Spiel gebracht. "Kurzfristig kann es wegen der Flüchtlingskrise sicher etwas Flexibilität bei den Haushaltszielen geben", sagte er im Interview mit dem Handelsblatt. Letztlich führe an Einsparungen und Reformen aber kein Weg vorbei, auch der umstrittene Schuldenerlass der Europartner bleibe unerlässlich.
Bei der Überwindung der Eurokrise müssten die Europäer weitere Anstrengungen unternehmen. Dazu gehöre die Schaffung einer europäischen Einlagensicherung, ein Vorschlag, der vor allem in Deutschland auf Ablehnung stößt. Obstfeld bemängelte, dass die Zentralbanken bei ihrem Versuch, die Wirtschaft zu beleben, weitgehend auf sich allein gestellt seien: "Es gibt keine fiskalpolitische Unterstützung, und auch Strukturreformen bleiben hinter den Ankündigungen zurück."
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
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March 29, 2016 02:25 ET (06:25 GMT)
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