13.03.2014 08:50:32

IWF-Direktorin: Diskussion mit der Ukraine "produktiv"

   Von Ian Talley

   WASHINGTON--Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist "sehr daran interessiert", der neuen ukrainischen Regierung bei der Stabilisierung der Wirtschaft zu helfen. Das sagte IWF-Direktorin Christine Lagarde nach einem Treffen mit Premierminister Arseni Jazenjuk. "Wir haben eine produktive Diskussion über die politischen Maßnahmen geführt, die nötig sind, um die Ukraine zu einem nachhaltigen Wachstum zu verhelfen und gleichzeitig die hilfsbedürftigen Menschen der Gesellschaft zu schützen", sagte Lagarde.

   Der IWF arbeitet mit der Ukraine und dem Westen über ein Hilfspaket. Ökonomen sagen, die frühere Sowjetrepublik sei nur einige Monate entfernt von einem Staatsbankrott, nachdem Jahre des Missmanagements und der Korruption das Land in eine politische Krise geführt haben. Die Wirtschaft befinde sich derzeit im freien Fall.

   Der IWF und Kiew verhandeln immer noch über die genaue Struktur der Hilfe und die Bedingungen, unter denen der Währungsfonds und der Westen dem Land unter die Arme greifen wollen. Eine IWF-Delegation hält sich seit dem 4. März in Kiew auf, um die Situation in der Ukraine zu analysieren. Zu den Forderungen des Währungsfonds dürften auch unpopuläre Maßnahmen gehören, wie etwa die Erhöhung der Gaspreise, die Abwertung der Landeswährung und Einsparungen im Staatshaushalt.

   Der Westen will die Macht der fragilen Regierung in Kiew festigen, doch zugleich auch sicherstellen, dass die Ukraine nicht die ökonomischen und politischen Fehler der Vergangenheit wiederholt. Ein solcher Drahtseilakt ist schon schwierig genug, doch die Besetzung der Krim durch russische Truppen hat dieses Vorhaben noch komplizierter gemacht.

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   March 13, 2014 03:48 ET (07:48 GMT)

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