27.03.2015 12:53:00

Schelling sieht Vertrauenskrise wegen Griechenland, Kooperation fehlt

Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) kritisiert das pleitebedrohte Griechenland für die fehlende Kooperation mit seinen EU-Partnern. "Wir bekommen keine Unterlagen. Keiner weiß, wie der Zustand ist", sagte Schelling am Freitag vor Journalisten. Es gebe "eine Vertrauenskrise mit Griechenland", etwas werde beschlossen und morgen gelte es für die Griechen nicht mehr.

Der deutsche Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt bereits laut einem Medienbericht vor einer Staatspleite Griechenlands.

"Es weiß keiner so recht, wie man es lösen kann", zeigte sich Schelling ratlos. In den nächsten Tagen werde die überarbeitete Reformliste der Griechen erwartet. Ein allfälliges drittes Hilfsprogramm für Griechenland könne nur starten, wenn das zweite erfolgreich von der EU-Kommission, EZB und dem IWF abgenommen werde. Nicht nur der IWF poche auf Bedingungen, die zu erfüllen seien. "Das sind Rechtsgrundlagen dahinter, die man nicht einfach aushebeln kann."

Auch ein weiterer Schuldenschnitt würde für das griechische Budget "null bringen", weil das Land derzeit keine "Horrorzinsen" zahle, so Schelling.

(Schluss) cri/gru/cs

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