US-Bank erhält Dämpfer 14.04.2015 15:19:31

Gewinnrückgang bei Wells Fargo geringer als erwartet

Der Überschuss schrumpfte im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar, wie das Institut am Dienstag in San Francisco mitteilte. Analysten hatten aber mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Das Geschäft mit Immobilienkrediten lief angesichts der im Laufe des Jahres erwarteten Zinswende der US-Notenbank noch überraschend gut. Viele Hausbesitzer nutzten die noch niedrigen Zinsen, um alte Darlehen abzulösen. Das trieb die Erlöse um drei Prozent auf 21,3 Milliarden Dollar.

Allerdings macht die zunehmend niedrigere Zinsmarge - das Verhältnis der von der Bank für vergebene Kredite verlangten Zinsen und den Kosten für deren Finanzierung - Wells Fargo dabei stark zu schaffen. Sie sackte erstmals seit den 1990er Jahren unter die Marke von drei Prozent.

Zudem blieben die Kosten vergleichsweise hoch. Wells Fargo hatte zuletzt seinen Mitarbeitern höhere Provisionen für die Vermittlung von Krediten versprochen. Damit reagierte das Institut auf die angesichts der erwarteten Zinswende der US-Notenbank begrenzten Wachstumsaussichten. Als Reaktion setzt die Bank inzwischen auch stärker auf Zukäufe. Erst in der vergangenen Woche hatte Wells Fargo die Übernahme eines neun Milliarden Dollar schweren Hypothekenpakets von der Finanzsparte des Mischkonzerns General Electric (GE) vereinbart.

Wells Fargo ist einer der Gewinner der Finanzkrise. Das Institut hat sich zum größten Finanzierer von privaten Immobilien in den USA entwickelt und ist an der Börse inzwischen die wertvollste US-Bank. Sie profitierte dabei lange davon, dass sie sich fast ausschließlich auf das klassische Bankgeschäft konzentriert und um das schwankungsanfällige Investmentbanking einen Bogen macht./enl/jha/stb

SAN FRANCISCO (dpa-AFX)

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