03.03.2014 12:50:00

Exporteure sollen für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze sorgen

Wenn es im kommenden Jahr zu einer Belebung der österreichischen Wirtschaft kommen soll, dann müssen vor allem die Ausfuhren weiter steigen. "Wenn uns im Jahr 2014 etwas herausreißt, dann ist es der Export", sagte Wirtschaftskammer-Präsident Christioph Leitl am Montag in Wien bei der Präsentation der jüngsten Außenhandelsdaten.

6 von 10 Euros verdiene Österreichs Wirtschaft schon jetzt jenseits der österreichischen Grenzen. Der Export sei der "heiße Tipp unter den möglichen Zugpferden", meinte Leitl, "was haben Sie sonst noch?" Beim Konsum sei es eine Frage der Kaufkraft, bei den Investitionen eine Frage der Zuversicht. Darum zeigten sich Leitl und auch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) heute zuversichtlich, dass man auch im kommenden Jahr neue Exportrekorde erzielen werde, nachdem die Warenausfuhren 2013 um rund 1,5 Prozent auf erstmals über 125 Mrd. Euro gestiegen sind. Zweiter Konjunkturmotor neben den Warenexporten sei der Tourismus, sagte Mitterlehner.

Bei der angepeilten Steigerung der Exporte gibt es mehrere Stoßrichtungen. Einerseits will man sich noch stärker als bisher auf Absatzmärkte außerhalb Europas konzentrieren, andererseits soll auch der Anteil der Dienstleistungsexporte gesteigert werden. Die Anzahl der Exporteure, die im vergangenen Jahr um 3.000 auf 47.000 Unternehmen zugenommen hat, soll bis 2018 auf 55.000 gesteigert werden.

Österreichs Exportwirtschaft sollte mehr auf die Märkte in Übersee setzen, sagte Leit. 80 Prozent der Warenexporte würden nach Europa gehen und nur 20 Prozent nach Übersee - dort seien aber die dynamischen Wachstumsmärkte. In die Eurozone gehen rund 52 Prozent der österreichischen Ausfuhren, nach Asien 9,4 Prozent und in die BRICS-Staaten 6,9 Prozent.

Ein Wachstumsbereich seien auch die Dienstleistungsexporte, sagte der Wirtschaftskammer-Präsident. "Wir wollen daher die Dienstleistungsanteile in den kommenden fünf Jahren auf rund ein Drittel - derzeit ist es ein Viertel - unserer Gesamtexporte steigern."

Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) verwies in einer Aussendung darauf, dass etwa die Metallbranche zwei Drittel ihrer Produktion exportiere, die Elektroindustrie 70 Prozent, bei der Chemieindustrie und in der Papiererzeugung liege die Exportquote bei 72 bis 74 Prozent, im Maschinen- und Fahrzeugbau bei bis zu 78 Prozent und die Pharma- sowie die EDV-Industrie würden sogar bis zu 85 Prozent ihrer Erzeugung ausführen.

(Schluss) ivn/stf

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