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04.06.2014 12:00:00

Energieeffizienzgesetz - E-Wirtschaft: 500 Millionen Jahresbelastung drohen

Den Strom-Lieferanten der heimischen E-Wirtschaft drohen durch das geplante Bundes-Energieeffizienzgesetz laut einer neuen Studie des Wifo-Experten Stefan Schleicher bis zum Jahr 2020 jährliche Belastungen von 200 bis 400 Millionen Euro, samt drohenden Strafzahlungen könnten es auch 500 Millionen Euro werden. Das Gesetz sollte daher nachgebessert werden, forderte Oesterreichs Energie am Mittwoch.

Letztlich würden diese Kosten dem Stromkunden auf den Kopf fallen, warnte die Generalsekretärin der Interessenvertretung der Strombranche, Barbara Schmidt: "Die Kosten der Energielieferanten werden zu Erhöhungen der Strompreise führen, weil sie nicht von den Lieferanten getragen werden können." In Summe drohten durch das Gesetz Kosten von über 3,7 Mrd. Euro bis 2020, noch einmal so viel wie die Haushalte schon für Ökostrom zahlten.

Schon ab heuer müssten in Österreich dem Gesetzentwurf zufolge jedes Jahr 371 Mio. Kilowattstunden (kWh) zusätzlich eingespart werden, bis 2020 in Summe 10,4 Mrd. kWh, so Schmidt und Schleicher in einem Pressegespräch. Bei Reduktionskosten für Lieferanten von 15 bis 30 Cent/kWh - laut Schleicher "eher am oberen Ende" zu erwarten - gehe es bei den Strom-Lieferanten um jährliche Kosten von 222 bis 445 Mio. Euro für Effizienzmaßnahmen. Darüber hinaus seien noch Verwaltungsstrafen vorgesehen, die aber keinen schuldbefreienden Charakter hätten.

Oesterreichs Energie und auch Wifo-Experte Schleicher plädieren für alternative Lösungen. Barbara Schmidt sagte, mit "sonstigen Maßnahmen", etwa steuerlichen Anreizen oder Fördersystemen, ließen sich die Effizienzziele ebenso erreichen. Und Schleicher sprach sich für eine Energieeffizienzabgabe für sämtliche Energieträger aus, die zunächst mit einem halben Cent pro kWh starten sollte und dann schrittweise auf bis zu 2 oder 2 1/2 Cent/kWh in den Folgejahren angehoben werden sollte. Die Erträge daraus - der Wifo-Experte rechnet mit bis zu 1 Mrd. Euro Aufkommen pro Jahr - sollten dann über nachgewiesene Energieeinsparungen "zielorientiert rückverteilt" werden.

(Schluss Auftakt/Ausführlicher Bericht folgt) sp/itz

WEB http://oesterreichsenergie.at

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