19.12.2014 13:46:00
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Österreichs Unternehmen laut EY-Studie deutlich pessimistischer
Die aktuelle Einschätzung der heimischen Unternehmen sei die Schlechteste seit Beginn der Befragungsreihe im Jahr 2010, hieß es am Freitag in einer Aussendung. Für den Vertrauensindex hat das Prüfungs- und Beratungsunternehmen EY 200 österreichische Unternehmen im November 2014 telefonisch befragt. "Die Konjunkturprognosen scheinen in der Realwirtschaft angekommen zu sein. Die Unternehmen spüren das sehr verhaltene Wirtschaftswachstum am eigenen Erfolg und berichten von einer schwierigen Geschäftslage", sagte Helmut Maukner, Country Managing Partner von EY Österreich (früher Ernst & Young).
Nur 41 Prozent (April: 63 Prozent) rechnen mit einer zumindest leichten Verbesserung der eigenen Geschäftslage und der Anteil derer, die eine Verschlechterung erwarten, habe sich auf 11 Prozent fast verdoppelt. Die Industrie ist auf Jahressicht am zuversichtlichsten, es rechnet jede zweite Firma mit einer Verbesserung innerhalb von 12 Monaten.
Knapp acht von 10 Befragten blicken aber trotz trister Prognosen von Wirtschaftsforschern hoffnungsvoll einer wirtschaftlichen Erholung in Österreich entgegen.
Aufgeschlüsselt nach Regionen schneidet China, gefolgt von Südostasien am besten ab, während Osteuropa für ein Wirtschaftswachstum schlecht bewertet wird. Zwei von drei Firmen sagen, dass die aktuellen politischen Krisen den Aufschwung in Österreich "vielleicht" oder "sicher" gefährden.
Betrachtet nach einzelnen Branchen genießen die Industrie (89 Prozent), der Dienstleistungssektor (88 Prozent) und der Energiesektor (82 Prozent) das höchste Vertrauen. Am unteren Ende der Skala dagegen rangieren Banken (48 Prozent), Staaten/Regierungen (45 Prozent) und Rating Agenturen (35 Prozent).
Die größten Sorgen bereiten den Unternehmen auf mittlerer Sicht die Veränderung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen (60 Prozent) und die Staatsverschuldung (59 Prozent). Weniger Kopfzerbrechen dagegen bereiten den Firmen die steigenden Energiepreise. Die Digitalisierung betrachten 37 Prozent der Befragten als Innovations- und Weiterentwicklungsmöglichkeit für das eigene Geschäftsmodell, während 19 Prozent darin in erster Linie einen Kostenfaktor sehen.
(Schluss) sab/gru
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