Dividendenhöhe bleibt |
12.12.2013 14:00:00
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EVN verdient weniger - Ausblick positiv
Das EBITDA ging nur um 3,6 Prozent auf 457,6 Mio. Euro zurück, und das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich lediglich um 2,1 Prozent auf 218,5 Mio. Euro, teilte die EVN am Donnerstag im Vorfeld des Bilanzpressegesprächs mit.
Stark belastet war das Konzern-Nettoergebnis durch das Finanzergebnis, das von positiven 74,6 Mio. Euro auf -38,1 Mio. Euro ins Minus drehte. Dabei resultierten allein 19,7 Mio. Euro negativer Ergebnisbeitrag aus dem EconGas-Liefervertrag mit einer ungünstigen Spanne zwischen Gasbezugs- und Verkaufspreisen und 29,6 Mio. Euro aus der niedrigeren Marktbewertung der über die WEEV gehaltenen Verbund-Aktien im Vergleich zum höheren Anschaffungspreis von 2010. Weitere 27,6 Mio. Euro "kostete" im Finanzergebnis der Verkauf des Hälfteanteils des albanischen Devoll-Wasserkraftwerks an Statkraft, und die Shkodra-Gesellschaft mit dem Wasserkraft Ashta, ebenfalls in Albanien, schlug mit 20,4 Mio. Euro negativ zu Buche.
EVN erwartet 2013/14 mehr Gewinn, aber keine Rückkehr auf frühere Jahre
Wegen des Wegfalls belastender Sonderfaktoren rechnet EVN für das neue Geschäftsjahr 2013/14 mit mehr Nettogewinn als in der abgelaufenen Periode. Aufgrund der bestehenden Verwerfungen an den Energiemärkten könne aber nicht von einer Rückkehr auf das Niveau der vergangenen Jahre ausgegangen werden, wurde am Donnerstag anlässlich der Bilanzvorlage im Ausblick erklärt.
Angesichts des in tiefgreifendem Umbruch befindlichen europäischen Energiemarkts richte die EVN ihren Fokus auf die Konsolidierung der bestehenden Aktivitäten und auf die Versorgungssicherheit im Speziellen. 2012/13 waren die Märkte von einem weiteren Rückgang der Spotmarkt- und der Terminpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom geprägt - primär wegen der Überkapazitäten an Strom aus erneuerbaren Energieträgern. Die thermische Erzeugung weise nach wie vor niedrige oder negative Margen auf, heißt es.
Der EVN-Umsatz sank 2012/13 um 3,2 Prozent auf 2,755 Mrd. Euro - auch das etwa im Rahmen der Prognosen der von der APA befragten Analysten. Im Energiegeschäft wirkten sich nach Unternehmensangaben in Österreich rückläufige Stromabsatzpreise negativ aus. Demgegenüber stand ein Umsatzplus in Mazedonien aufgrund von Preissteigerungen im Vorjahr. Im Umweltgeschäft lagen die Erlöse wegen geringerer Projektabwicklungen unter Vorjahr. Der im Ausland erzielte Umsatz sank um 3,8 Prozent auf 1,152 Mrd. Euro, wodurch der Auslandsanteil an den Gesamterlösen von 42,1 auf 41,8 Prozent zurückging.
Die Stromerzeugung wuchs um 12,7 Prozent auf 3.701 GWh, davon stammten 1.954 GWh (fast +30 Prozent) aus erneuerbarer Energie und 1.747 GWh aus Wärmekraft (-2 Prozent). Der Stromverkauf an Endkunden sank um 4,9 Prozent auf 20.209 GWh - davon in Mittel- und Westeuropa (Österreich/Deutschland) 7.188 GWh (-3,2 Prozent) und 13.020 GWh in Südosteuropa (-5,7 Prozent). Der Gasverkauf an Endkunden legte um 2,7 Prozent auf 6.333 GWh zu, und der Wärmeabsatz an Endkunden stieg um 5,7 Prozent auf 2.062 GWh, geht aus dem Geschäftsbericht hervor.
Die weiterhin ungünstige Strompreissituation werde auch 2013/14 das Segment Erzeugung negativ beeinflussen, heißt es. Aufgrund der niedrigen Spannen zwischen den Primärenergiekosten und den Stromhandelspreisen sei das Umfeld für die thermische Erzeugung weiter schwierig. Aus derzeitiger Sicht würden die EVN-Gaskraftwerke Korneuburg und Theiß in erster Linie zur Stützung der Netzsicherheit im süddeutschen Raum - nach Abruf der deutschen Bundesnetzagentur - eingesetzt. Die EVN stelle für weitere drei Jahre Reservekapazitäten für Deutschland in Höhe von 785 MW zur Verfügung, Stichwort "Winter-Stromhilfe".
Das Eigenkapital der EVN wurde leicht erhöht um 1,8 Prozent auf 3,067 Mrd. Euro und die Nettoverschuldung weiter gesenkt um 8,3 Prozent auf 1,562 Mrd. Euro. Dadurch verbesserte sich das Gearing auf 50,9 (56,5) Prozent. Investiert wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 328,4 Mio. Euro, um 6,5 Prozent mehr.
2012/13 waren durchschnittlich 7.497 Mitarbeiter bei der EVN beschäftigt - nach 7.594 im Geschäftsjahr davor. Der Umsatz je Mitarbeiter verringerte sich auf 367.474 (374.830) Euro. Der Personalaufwand sank laut Konzern-G+V um 5,6 Prozent auf 307,1 Mio. Euro.
sp/ggr
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