Londoner Goldpreis |
04.03.2014 17:50:34
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Deutsche Bank lässt offenbar eigene Rolle beim Goldfixing untersuchen
Gold wird 24 Stunden am Tag abseits der Börse gehandelt, und es gibt keine zentrale Quelle für Preisinformationen. Daher trifft sich jeden Morgen und Nachmittag in London eine Gruppe von fünf Marktteilnehmern, um eine Art "Schnappschuss" des derzeit aktuellen Preises zu veröffentlichen - bekannt als "London fix." Am Goldfixing sind neben der Deutschen Bank noch die Bankhäuser Barclays, HSBC Holdings, Bank of Nova Scotia und Société Générale beteiligt.
Das Goldfixing ist zuletzt ins Blickfeld weltweiter Aufseher geraten. Die Aufsichtsbehörden von Großbritannien und Deutschland untersuchen derzeit den Prozess der Preisentstehung. Zeitgleich werden zahlreiche mögliche Preismanipulationen an einer Reihe von Märkten untersucht - darunter Leitzinsen und Devisenkursen. Keiner der am Goldfixing beteiligten Banken wird ein Fehlverhalten vorgeworfen.
Die Deutsche Bank hatte im Januar angekündigt, sich aus dem Preisfindungsprozess für Gold und Silber im Zuge einer Verkleinerung des Rohstoffgeschäfts insgesamt zurückzuziehen. Die in London ansässige Standard Bank zählt zu den Favoriten auf den Sitz der Deutschen Bank in dem Goldpreisfindungs-Gremium, sagte ein Eingeweihter vergangenen Monat. Das Londoner Finanzhaus gehört zu 60 Prozent der staatlichen Industrial & Commercial Bank of China.
Die Deutsche Bank wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Eine Sprecherin von Charles River Associates konnte für einen Kommentar nicht erreicht werden.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com DJG/WSJ/jhe Dow Jones Newswires Von Francesca Freeman
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