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Commerzbank für 0 Euro bei ZERO ordern (zzgl. Spreads)

WKN DE: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001

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Erwartungen übertroffen 06.11.2014 11:00:00

Commerzbank verdient mehr und hält Kurs beim Kostenziel

Mit den Zahlen übertraf die Bank die Erwartungen der Analysten. Gleichzeitig befeuerte sie mit Aussagen zu laufenden Ermittlungen und Rechtsrisiken deren Sorgen, die diese bereits in ihren Ausblicken auf die Zahlen geäußert hatten.

Das operative Ergebnis der Kernbank - also ausgenommen dem Abbausegment - stieg auf 593 Millionen von 103 Millionen im Vorjahresquartal. Analysten hatten 403 Millionen erwartet. Der Gewinn verbesserte sich auf 225 Millionen von 75 Millionen Euro im Vergleichszeitraum. Auch hier hatten die Beobachter mit weniger gerechnet.

Auf Sicht von neun Monaten steigerte die Bank das operative Ergebnis von 641 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 924 Millionen Euro. Angesichts der Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf passte die Bank eines ihrer Ziele für 2016 an: Bisher sollten die Kosten im Gesamtjahr die Marke von 7 Milliarden Euro nicht übersteigen. Nun will die Bank unter 6,9 Milliarden Euro bleiben. Per Ende September lagen die Kosten bei 5,1 Milliarden Euro.

Die Bank gab in ihrem Quartalsbericht bekannt, dass in den USA gegen sie ermittelt wird. Zum einen untersucht unter anderem die Staatsanwaltschaft New York, ob der Konzern gegen US-Embargos verstoßen hat. Zum anderen wird ermittelt, ob die Bank das US-Geldwäschegesetz eingehalten hat. Das Wall Street Journal hatte bereits über diese Ermittlungen berichtet.

Rückstellungen für Rechts- und Regressrisiken weist die Bank nur im Jahresbericht aus. Per Ende 2013 hatte sie 934 Millionen Euro zurückgestellt. Nun schreibt sie, dass Rückstellungen für jene Verfahren gebildet werden, die wahrscheinlich eine Zahlung zur Folge haben. Konkreter wurde die Bank hier nicht. Zudem könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Rückstellungen für diese Zwecke "teilweise als unzureichend" erweisen könnten, hieß es.

Im Vorfeld der Quartalsergebnisse hatten Analysten der Deutschen Bank auf Basis von Medienberichten mit anstehenden Vergleichszahlungen von bis zu 800 Millionen US-Dollar (640 Millionen Euro) gerechnet. In diesem Fall müsste die Commerzbank den Analysten zufolge zusätzlich 288 Millionen Euro zurückstellen, da ein Teil der bisherigen Rückstellungen für spezifische Risiken vorgesehen ist.

Im operativen Geschäft läuft es für die Bank indes immer besser - vor allem in dem zum wichtigsten Kernbereich erklärten Privatkundengeschäft. Wie in der 2012 ausgegebenen strategischen Agenda vorgesehen, steigerte die Bank das Kreditvolumen im Privatkundengeschäft weiter. Die Erträge stiegen im dritten Quartal vor Risikovorsorge um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Gewinntreiber waren die Bereiche Baufinanzierung und Vermögensverwaltung. In der Baufinanzierung steigerte die Bank das ausgereichte Kreditvolumen im Neunmonatsvergleich um 28 Prozent. Die Bank gewann in diesem Zeitraum zudem rund 215.000 Nettoneukunden. 2012 hat die Bank als Ziel ausgegeben, bis Ende 2016 eine Million neue Kunden gewinnen zu wollen. Per Ende September hat sie davon rund 460.000 Neukunden geschafft. Die Gesamtkundenzahl stieg damit auf rund 11,5 Millionen. Unterstützt wurde das Ergebnis im Privatkundengeschäft von einem Rückgang der Risikovorsorge im Neunmonatsvergleich um rund 50 Prozent.

In der Mittelstandsbank ist das gestiegene operative Ergebnis im dritten Quartal um 4 Prozent zum Vorjahresquartal vor allem auf eine niedrige Risikovorsorge zurückzuführen. Die Erträge vor Risikovorsorge gingen dagegen zurück.

Die Investmentsparte der Commerzbank profitierte im dritten Quartal von der gestiegenen Volatilität am Markt und verbesserte die Erträge vor Risikovorsorge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,7 Prozent. Dazu trug neben besseren Ergebnissen in den einzelnen Handelsbereichen auch bei, dass im dritten Quartal die Risikovorsorge nicht weiter aufgestockt wurde.

Der Abbau des ausgelagerten NCA-Portfolios (Non Core Assets) kommt weiter voran, wenn auch langsamer als in den Vorquartalen. Die ausfallgefährdeten Bestände sanken per Ende September um 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

   DJG/igo/bam

   Dow Jones Newswires

   Von Isabel Gomez

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