Gewinn steigt überraschend |
07.11.2013 09:00:32
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Commerzbank macht mehr Überschuss als die Deutsche Bank
Nicht nur beim Gewinn, auch in Sachen Risikovorsorge und Verschuldungsquote hebt sich die Commerzbank positiv von der Deutschen Bank ab. Während der größere Konkurrent seine Rückstellungen für Risiken immer weiter aufstocken muss, verringerte die Commerzbank ihren Risikopuffer leicht von 518 auf 492 Millionen Euro. Mit einer Verschuldungsquote (Leverage Ratio) von 4,1 Prozent steht sie gut da, die Deutsche Bank kommt hier lediglich auf 3,1 Prozent. Weiter ist Deutschlands größte Bank dagegen in Sachen Kapitalausstattung. Während die Deutsche Bank bei voller Anwendung der Vorschriften nach Basel III zuletzt auf eine Eigenkapitalquote von 9,7 Prozent kam, schafft die Commerzbank erst 8,6 Prozent.
Beim Verkauf fauler Kredite kommt die Commerzbank ebenfalls voran. Im dritten Quartal verringerte sie das Volumen der Altlasten um 12 Milliarden Euro auf 124 Milliarden Euro. Ihr Abbauziel für das Gesamtjahr hat sie damit bereits erreicht. In der internen Bad Bank hatte das Institut faule Kredite, etwa aus der Schiffsfinanzierung, ausgelagert. Der Abbau in der Bad Bank setzte zusätzliches Eigenkapital in Höhe von 208 Millionen Euro frei. Das wirkte sich ebenso wie die geringere Risikovorsorge positiv auf den Gewinn aus.
"Wir haben die Kapitalquoten erhöht, die Kosten gesenkt, Risiken und nicht strategische Portfolios deutlich abgebaut und unsere Wachstumsinitiativen erfolgreich gestartet", fasste Vorstand Martin Blessing das Ergebnis zusammen.
Licht und Schatten gab es im operativen Geschäft: Während die Erträge im Privatkundengeschäft, der Mittelstandsbank und in Osteuropa stiegen, war die Entwicklung in der Investmentbank schwach. Im Handelsgeschäft fiel ein Verlust von 74 Millionen Euro an. Analysten hatten hingegen einen Handelsgewinn von 162 Millionen Euro erwartet. Belastend wirkte hier der schwache Handel mit Devisen und festverzinslichen Wertpapieren. Auch andere Banken hatten einen deutlichen Rückgang im Anleihengeschäft verzeichnet.
Trotz der guten Entwicklung bleibt Blessing vorsichtig und behält seinen Ausblick bei. Der Verkauf fauler Kredite und das weiterhin schwachen Zinsumfeldes dürften die Erträge vor Risikovorsorge im Konzern im vierten Quartal belasten. "Das strikte Kostenmanagement setzen wir fort", kündigte Blessing an. Im Gesamtjahr sollen die Kosten sieben Milliarden Euro nicht übersteigen.
DJG/mln/sha
Dow Jones Newswires
Von Madeleine Nissen
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