06.02.2015 14:47:31
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China will Exportchancen von Schnellzügen mit Währungsreserven fördern
Von William Kazer
PEKING-- China will die Exportchancen wichtiger Wirtschaftsbranchen mit den riesigen Finanzmitteln der staatlichen Währungsreserven stützen. Peking will einen Teil der knapp vier Billionen US-Dollar schweren Reserven nutzen, um Exporte in den Bereichen Hochgeschwindigkeitszüge und Energie-Ausrüstungen zur Stromerzeugung zu fördern, sagte Wang Xiaotao, stellvertretender Chairman der staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform.
"Es ist bekannt, dass China über relativ große Währungsreserven verfügt, und wir werden diesen Vorteil einsetzen, um unsere Produktionskapazitäten im Weltmarkt zu unterstützen", erklärte Wang. Das Land verfüge in den beiden Bereichen über Wettbewerbsvorteile.
Die Aussagen Wangs könnten von ausländischen Branchenbeobachtern als Kampfansage gewertet werden. Peking hatte zuletzt die Megafusion der beiden bis dato rivalisierenden Bahnkonzerne bekannt gegeben. Künftig konkurrieren die China CNR Corp und CSR Corp dann zusammen als Megakonzern direkt mit Siemens oder Bombardier auf dem Weltmarkt. CNR hat bereits einen wichtigen Zug-Auftrag in den USA ergattert.
Chinas Hochgeschwindigkeitszüge haben erhebliches Potential, betonte Wang am Freitag. Im klassischen Zuggeschäft könne Peking bereits Erfolge vorweisen. Im vergangenen Jahr seien Züge im Wert von 4 Milliarden US-Dollar exportiert worden, was 10 Prozent des globalen Marktes seien.
Aber nicht nur in der Zugbranche setzt China auf Größe. Im Energiebereich schmiedet Peking derzeit ebenfalls einen heimischen Großkonzern. Die State Nuclear Power Technology fusioniert mit einem der größten Energieversorger des Landes, der China Power Investment.
Wie Peking die Währungsreserven zur Stützung der Branchen konkret einsetzen will, ist bisher unklar. Es sei zu früh, so Wang, um Angaben über die Größenordnung oder die Form von Hilfen zu machen.
Peking hat einen großen Anteil seiner Währungsreserven bisher in US-Staatsanleihen investiert. Da allerdings die Rendite auch hier alles andere als besonders hoch ist, mehrten sich im Inland kritische Stimmen, wonach China viel zu sehr von dieser Anlageform abhängig sei. Ein Teil der Reserven müsse anders investiert werden, um auch höhere Renditen zu erzielen. Investments in Branchen, mit denen China im Ausland auftrumpfen könnte, scheinen gut in die Pläne der Regierung zu passen.
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February 06, 2015 08:37 ET (13:37 GMT)
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