Doch kein Börsengang? 01.06.2015 12:43:46

CVC Capital will Douglas wohl von Advent kaufen

So ist es von informierten Personen zu vernehmen. Bei dem Deal, der bereits am Montag verkündet werden könnte, werde Douglas mit etwa 2,8 Milliarden Euro bewertet. CVC verhandele mit dem Investor Advent International über den Kauf von dessen Beteiligung von 80 Prozent an Douglas, so die eingeweihten Personen. Erst vergangene Woche hat Douglas die Rückkehr auf das Börsenparkett angekündigt. Neben Anteilen von Advent und der Gründerfamilie Kreke sollen Aktien aus einer Kapitalerhöhung angeboten werden. Ein Verkauf an CVC würde die Pläne für einen Börsengang durchkreuzen.

   Advent habe ursprünglich eine Bewertung zwischen drei Milliarden und 3,5 Milliarden Euro für Douglas angestrebt, heißt es von Managern und Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Das würde deutlich über dem derzeitigen Preis für die Parfümeriekette liegen.

   Während die derzeit hohen Bewertungen an der Börse einen Gang aufs Parkett unterstreichen würden, favorisiere Advent offenbar aber einen Verkauf des Anteils in einem Schritt, allerdings zu einem kleinen Abschlag.

   Advent und die Krekes haben die letzten Jahre, in denen Douglas nicht börsennotiert war, genutzt, um den Handelskonzern neu auszurichten. Mittlerweile hat sich Douglas von allen Einzelhandelsaktivitäten außerhalb des Beauty-Segments getrennt, etwa von der Süßwarenkette Hussel und dem Schmuckhändler Christ, und den Konzern stärker international ausgerichtet.

   Möglich wurde die Neuausrichtung, weil Douglas sich vor rund zwei Jahren von der Börse zurückzog, nachdem die Familie Kreke mit Hilfe des Finanzinvestors Advent die Macht übernommen hatte. Einen Schub bekam Douglas nicht zuletzt durch die Übernahme der französischen Parfümeriekette Nocibe, durch die das Unternehmen zum europäischen Marktführer aufstieg. Aktuell hat Douglas über 1.700 Filialen in 19 Ländern.

   CVC ist in der Branche kein Unbekannter. Die Beteiligungsgesellschaft hatte im Jahr 2006 die größte Kosmetikkette Dänemarks, die Matas A/S, für rund 900 Millionen US-Dollar gekauft. Vor rund zwei Jahren ging Matas wieder an die Börse.

   Der Investor KKR und der französische Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton SA hatten ebenfalls einen Douglas-Kauf erwogen, so die Informanten.

   Advent habe Goldman Sachs und J.P. Morgan Chase bei dem zweigleisigen Prozess mandatiert. Für einen möglichen Börsengang seien zusätzlich Deutsche Bank, Credit Suisse und Morgan Stanley beauftragt worden, hieß es weiter.

   DJG/DJN/kla/sha

   Dow Jones Newswires

   Von Eyk Henning und Shayndi Raice

FRANKFURT/LONDON (Dow Jones)

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