30.10.2015 14:19:00
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Bankhaus Spängler: China verunsichert Börsen, Geldpolitik stützt
"An den Finanzmärkten steigt die Unsicherheit über das Ausmaß der Wachstumsabschwächung in den Schwellenländern und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft", erklärt Markus Dürnberger, Bereichsleiter Asset Management im Bankhaus Spängler. So werden an den Märkten derzeit die Entwicklungen in China aufmerksam verfolgt.
Die jüngsten Zahlen aus China haben laut den Bankhaus Spängler-Experten gemischte Signale geliefert. Die Daten zu Industrieproduktion und Außenhandel waren enttäuschend ausgefallen.
Der konjunkturelle Aufwärtstrend in Europa setzt sich hingegen laut Spängler fort. Stützen des Aufschwungs bleiben weiter ein robuster privater Konsum sowie steigende Exporte, die vom schwachen Euro profitieren.
Ambivalent sehen die Experten die anhaltend lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Fed. "Je länger die extrem expansive Geldpolitik der Notenbanken andauert, desto weniger erschließt sich der Nutzen für die Realwirtschaft", so Dürnberger.
Für die Börsen wirke das Niedrigzinsumfeld wie ein Sicherheitsnetz, da es Investoren in risikoreichere Anlageformen treibe. Gleichzeitig steige aber mit jeder Verlängerung der Niedrigzinspolitik die Abhängigkeit der Börsen von der Geldpolitik.
Insgesamt sehen die Spängler-Experten die Rahmenbedingungen für die Börsen damit von anhaltender Unsicherheit geprägt. Motor der Börsen dürfte die Geldpolitik bleiben. Zudem spreche das defensive Marktsentiment als Kontraindikator für eine künftig positivere Marktentwicklung.
Die Aktienbewertungen sind mit den jüngsten Kursrückschlägen zwar attraktiver, der US-Aktienmarkt ist laut Spängler nach konventionellen Kriterien aber weiter hoch bewertet. Günstigere Bewertungen und mehr Potenzial sehen die Experten für europäische Aktien.
(Schluss) mik/ggr

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