05.12.2013 12:51:30

Auch die französische Notenbank warnt vor Bitcoins

   Von Christian Grimm

   Die Banque de France hat vor den Gefahren der virtuellen Währung Bitcoins gewarnt. In einem mehrseitigen Bericht zählen die französischen Währungshüter viele Risiken auf, die mit dem Computergeld verbunden sind. Ganz grundsätzlich stecke hinter den Coins ein "Konzept, dass die Spekulation fördert", heißt es bei der Banque de France. Weitere Gefahren lauern in den starken Kursschwankungen, der fehlenden Basis in der Realwirtschaft und der mangelnden Konvertibilität. "Wegen seines anonymen Charakters begünstigen Bitcoins die Umgehung des Kampfes gegen die Geldwäsche", legte die Notenbank nach. Dazu werden auch Ermittlungen des FBI wegen Geldwäsche und Steuerbetrug zitiert.

   Die französische Zentralbank ist nicht die einzige Notenbank, die vor den Gefahren des Kunstgeldes warnt. Am Morgen hatte die People's Bank of China (PBoC) dem Finanzsektor des Landes Geschäfte mit Bitcoins verboten. Es ist den Instituten auch untersagt, Investitionen in Bitcoins abzusichern oder Kapital in Produkte zu stecken, die mit der Digitalwährung zu tun haben.

   Ausgenommen von dem Verbot sind Privatleute, die weiterhin mit Bitcoins spekulieren dürfen. An dem Vorstoß sind neben der Zentralbank auch andere Aufsichtsbehörden für die Versicherungsbranche und den Devisenhandel sowie das Industrieministerium beteiligt.

   In einer weiteren Erklärung mahnte die Notenbank ausdrücklich vor den Gefahren der Spekulation und Geldwäsche. Weil laut PBoC die heimische Finanzbranche nicht in Bitcoins investiert ist, sieht sie derzeit keine Bedrohung für die Stabilität des Sektors. Die Notenbanker kündigten trotzdem an, die Entwicklung genau im Auge zu behalten.

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