Aktien attraktiv |
11.12.2013 14:18:00
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Raiffeisen-Experten erwarten Konjunkturaufschwung
"Wir haben Wachstumsindikatoren quer über den Globus, die auf eine konjunkturelle Erholung hindeuten und in einen Konjunkturaufschwung münden werden", sagte Raiffeisen-Chefanalyst Peter Brezinschek am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Wien. Losgehen sollte es mit dem Aufschwung spätestens Ende 2014 bzw. im ersten Halbjahr 2015. Eine führende Rolle wird laut Brezinschek dabei den Industrieländern zukommen, allen voran den USA. Aber auch die Eurozone, China und Osteuropa sollten sich relativ stark entwickeln. Für die USA werden 2,5 Prozent Wachstum prognostiziert, für Japan 2,3 Prozent und für die Eurozone 1,5 Prozent.
In Zentral- und Osteuropa (CEE inklusive GUS) werde sich Zentraleuropa (CE) als neue Wachstumsregion herauskristallisieren und Russland und die Ukraine als bisherige Wachstumstreiber in der Region ablösen, ist Brezinschek überzeugt. Grund dafür seien "neue Spielregeln" und die Ausrichtung der Länder am Wachstumsmotor Deutschland. Die CE-Länder Tschechien, Polen, Ungarn, Slowakei und Slowenien sollten im Schnitt um 2,3 Prozent wachsen, Südosteuropa (SEE) um 1,7 Prozent und die GUS um 1,6 Prozent. Für die gesamte CEE-Region werden 1,8 Prozent erwartet.
Österreich sollte 2014 um 1,5 Prozent wachsen. Mit ihrer Wachstumsprognose für 2015 von 2,3 Prozent liegen die Raiffeisen-Experten deutlich über den letzten Österreich-Prognosen von etwa Wifo, IHS oder Nationalbank, die im Schnitt 1,9 Prozent erwarten.
Profitieren von den "neuen Spielregeln" in Osteuropa sollten zyklische Sektoren mit hoher Fixkosten-Degression aus den Bereichen Industrie, Baustoffe oder Automobilzulieferer, aber auch Banken, sagte Stefan Maxian, Chefanalyst der Raiffeisen Centrobank. Banken sollten von einer stärkeren Kreditnachfrage und geringeren Risikokosten profitieren.
Eher neutral bewertet Brezinschek bevorstehende Wahlen in Osteuropa, belastend könnten sich aber neue Sondersteuern und regulatorische Maßnahmen auswirken. Ein Sonderfall sei Polen, wo eine Pensionsreform anstehe, mit noch nicht absehbaren Folgen.
Brezinschek erwartet im kommenden Jahr das Ende der Liquiditätsschwemme. Ab dem ersten Quartal sollte die US-Notenbank Fed beginnen, aus dem 85 Mrd. Dollar schweren Anleihenkaufprogramm auszusteigen und es im Herbst abschließen. Abbau von Liquidität werde damit nicht einhergehen, die Emerging Markets dürften aber wegen geringerer Auslandsinvestitionen unter Druck geraten, Osteuropa weniger. Profitieren sollte auch der US-Dollar.
Wenn dadurch die Zinsen steigen, werde sich das auf die Aktienmärkte eher negativ auswirken, meinte Maxian. Profitieren könnten davon aber Versicherungen und Banken mit hohen Einlagen. Vom stärkeren Dollar könnten auch Rohstoff- und Ölproduzenten profitieren.
Vor allem China-Exporteure sollten vom stärker erwarteten Yuan, der inzwischen zweitwichtigsten Handelswährung, Vorteile ziehen können. Nachteile hätten allerdings Unternehmen, die in China produzieren, wie die Pharma- oder Bekleidungsindustrie.
Europas Weg zur Bankenunion wird von Brezinschek generell positiv gesehen. Der Bilanzcheck und anschließende Banken-Stresstest durch die EZB sollte sich nicht negativ auswirken, sondern im Gegenteil Klarheit schaffen und zu deutlich moderateren Risikoaufschlägen als bisher führen.
Investments in Aktien sollten auf Sicht von zwölf Monaten attraktiver sein als in Anleihen. Die erwartete allgemeine Konjunkturerholung sollte sich positiv auf Unternehmensgewinne auswirken. Aufgrund der bereits erzielten Kursanstiege könnte es im Jahresverlauf allerdings auch zu nennenswerten vorübergehenden Kursrückgängen kommen, wird gewarnt. Profiteure des Wirtschaftsaufschwunges könnten Finanz-, Energie- und Grundstofftitel sein, so Maxian. Für den Wiener Leitindex ATX wird ein 12-Monatsziel von 2.800 Punkten vorhergesagt. Aktuell liegt er etwas über 2.500 Punkten.
Neue technologische Trends, die Impulse für die Kapitalmärkte bringen könnten, sehen die Raiffeisen-Experten im sogenannten Internet der Dinge, alternative Produktionsmöglichkeiten durch 3D-Drucker und dem Einsatz von mobilen Bezahlsystemen mittels Smartphones.
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